Der Ortsseniorenrat Hotzenwald setzt die Suche nach einem neuen Arzt für Görwihl mit einem Prospekt fort, der die positiven Aspekte der Gemeinde aufzeigt. Bei der Vorstellung des achtseitigen Prospektes am Mittwoch durch Bürgermeister Carsten Quednow und den Vorsitzenden des Ortsseniorenrats, Alfred R. Laffter, wurden die bisherigen vielseitigen Bemühungen des Ortsseniorenrats bilanziert, die darauf abzielten, einen neuen Landarzt nach Görwihl zu locken.

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„Das ganze Dorf sollte bei den Bemühungen, einen neuen Arzt nach Görwihl zu bringen, dahinter stehen“, sagte Bürgermeister Carsten Quednow. Es müsse gelingen, jungen Menschen schmackhaft zu machen, in Görwihl als Landarzt zu fungieren. Denn das Dorf brauche eine medizinische Versorgung.

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Alfred R. Laffter analysierte die bisherigen Bemühungen des 14-köpfigen Ortsseniorenrats, einen neuen Mediziner für Görwihl zu finden. So seien schon zahlreiche Gespräche geführt worden, so etwa mit ausbildenden Ärzten. Laffter zeigte auch auf, dass derzeit nur noch zwei Ärzte in Görwihl praktizieren und einer davon schon längst im Rentenalter sei. Positiv sei dazu auch anzumerken, dass nicht nur eine Übernahme der bestehenden Arztpraxis, sondern auch deren Patientenstamm, möglich sei. Zu den Freuden des Seniorenrats gehöre, dass ein neuer Zahnarzt für Görwihl gefunden werden konnte und die bestehende Zahnarztpraxis von Roland Lauber in neuen Räumen weitergeführt wird.

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Carsten Quednow sieht in der derzeitigen Ausbildung von Ärzten einen Notstand. So hält er den derzeit geforderten Notendurchschnitt für eine Ursache dafür, dass sich einerseits immer weniger Menschen zu Ärzten ausbilden lassen und sie andererseits dann später schon gar nicht als Landarzt fungieren.

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Der in einer Auflage von 2000 Stück produzierte achtseitige Farbprospekt zeigt nicht nur die landschaftlichen Schönheiten des Hotzenwalddorfes auf, sondern stellt auch schon auf der Titelseite mit „Görwihl sucht Doc“ klar, worum es geht. So werden werbewirksam das Gesundheitswesen vorgestellt, die Einwohnerzahl und die Patientenstruktur dargestellt, aber auch die Weiterbildungsmöglichkeiten an den benachbarten Universitäten genannt. Vorgestellt werden außerdem auch die vielseitigen Freizeitaktivitäten in und um Görwihl herum. „Leben und Arbeiten, wo andere Urlaub machen“, diese Devise soll auch Mediziner nach Görwihl locken.

Prospekt soll an der Quelle ausliegen

Die Prospekte werden nicht etwa an Haushalte verteilt, sondern in erster Linie an Orten, wo neue oder werdende Mediziner sind, wie etwa an Universitäten, ausliegen. Mit dem Prospekt, so Alfred R. Laffter abschließend, soll auch die Bevölkerung sehen, dass im Ortsseniorenrat etwas bewegt wurde, um die Gesundheitsversorgung in der Gemeinde Görwihl sicherzustellen.