Der CDU-Gemeindeverband Görwihl steigt mit dem bisherigen Vorstand in das Wahljahr 2019 ein. Norbert Lüttin bleibt Vorsitzender, seine Stellvertreter sind weiterhin Matthias Eschbach, Gerhard Hilpert und Franz Eckert. Bestätigt wurden auch Peter Keck als Schriftführer und Doris Drübert als Schatzmeisterin. Mangels Präsenz von möglichen Anwärtern wurde die Zahl der Beisitzer von elf auf vier reduziert. Franz Eschbach und Herbert Brugger wurden für ihre 40-jährige CDU-Mitgliedschaft geehrt.

Frauen sollen für Gemeinderat kandidieren

An der von 15 Mitgliedern und dem stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Thomas Dörflinger besuchten Hauptversammlung am Dienstag im Gasthaus "Lamm" legte Norbert Lüttin den Fokus auf die Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019. 14 Gemeinderäte sind zu wählen. Das bedeutet: „Wir haben 14 Listenplätze zur Verfügung“, sagte Lüttin. Er gab zwei Ziele aus: Dass von jedem Ortsteil mindestens ein Kandidat kommt und dass Frauen für die Kandidatur gewonnen werden.

Nominierung im Frühjahr 2019

„Es wird Überzeugungsarbeit kosten“, stellte er klar. Die Nominierung soll im nächsten Frühjahr stattfinden. Offen ließ er, ob die Görwihler CDU mit zwei Kandidaten in die Kreistagswahl gehen wird. Lüttin wird kandidieren, Franz Eckert war an der Versammlung noch unentschieden.

Kritik am Gemeinderat

Nach den Berichten aus dem Görwihler Gemeinderat durch Matthias Eschbach, Peter Keck, Norbert Lüttin und Franz Eckert, in denen unter anderem der Kindergartenneubau in Görwihl und die Tagespflege für Senioren in Segeten zur Sprache kamen, entstand eine lebhafte Diskussion, in deren Verlauf es Schelte hagelte. Karl Maier äußerte Unverständnis, dass die geplante Tagespflege nicht im Hauptort errichtet werden soll und unterstellte dem Gemeinderat, „den Bezug zum Boden verloren zu haben“. Ähnlich Markus Maier, der fand, dass der Gemeinderat beschließt, was die Verwaltung vorschlägt. Dagegen verwahrte sich Peter Keck: „Es sind nicht alles Ja-Sager im Gemeinderat, die Beschlüsse sind nicht immer einstimmig“, erklärte er. Und: „Wir haben schon einen Bezug zu den Leuten“, so Keck.

Bürgerversammlungen angeregt

Recht gab er hingegen Richard Baumgartner, der mehr Bürgerinformation forderte und eine Bürgerversammlung anregte, „sodass die Bürger am Block über die Projekte in der Gemeinde informiert werden“. Norbert Lüttin stellte eine derartige Veranstaltung durch die Görwihler CDU in Aussicht. Gerhard Hilperts Kritik am Scheitern eines Betreuten-Wohnen-Projekt im Hauptort begegneten die anwesenden Gemeinderäte mit dem Hinweis auf die Dimension des Vorhabens. „Das war zu groß gedacht“, stellten sie klar. Hilpert regte zudem an, die Fragestellung der Bürger an den Schluss der Gemeinderatssitzungen und nicht an den Beginn zu verlegen. Peter Kecks Antwort: „Wenn die Fragestellung am Anfang erfolgt, kann der Gemeinderat sie in die Meinungsfindung einbinden.“