Görwihl Lieven und Kobe Bayens geben beeindruckendes Konzert

Lieven und Kobe Bayens beeindruckten bei ihrem Konzert in Rotzingen mit einer Reise durch die Romantik und einer eigens für die Agatha Kapelle komponierten Litanei. Die Komposition schmeichelte der Agatha Kapelle, in der das Konzert stattfand.

Einen außergewöhnlichen Kunstgenuss erfuhren knapp fünfzig Besucher in der Agatha Kapelle in Rotzingen. Zu dem Konzert mit den belgischen Künstlern Lieven (63) und Kobe Bayens (39) hatte der Arbeitskreis Kultur uff'm Wald vom Verein Aktiver Hotzenwald geladen. Das Programm umfasste Lieder von Robert Schumann und Franz Schubert sowie die eigens zu diesem Anlass komponierte Agatha-Litanei von Lieven Bayens. Die Veranstaltung war auch ein Nachklang des Görwihler Kultur-Sommers.

Viele kleine Extras, wie die liebevolle Herbstdekoration, der herzliche Stehempfang mit Getränken und Speckbrot und die Moderation von Ursula Volkmer (Kultur uff'm Wald) veredelten die Kulturveranstaltung, die ganz im Zeichen der Romantikepoche stand. Beflügelt von der Sehnsucht nach Freiheit, Individualität und Heilung prägten deutsche Dichter wie Heinrich Heine und Komponisten wie Schubert und Schumann die Epoche. Das Thema war Programm und so hatte das belgische Vater-Sohn-Künstlergespann Lieven und Kobe Bayens ein breit gefächertes Repertoire mit im Gepäck. In drei Teilen führte das Programm durch den Abend.

Zwei spirituelle Vertonungen von Franz Schubert machten den Anfang. Gefühlvoll begleitete Lieven Bayens seinen Sohn Kobe (Bariton) am Klavier. Es folgte die Uraufführung der Agatha Litanei, die Lieven Bayens komponiert hatte und die sich aus einem Versfragment des angelsächsischen Bischofs Aldhem von Sherborne „De Virginitate“ und einem niederländischen Gedicht zusammensetzte. Musikalisch wurde das lateinische Gebet modern umgesetzt; Lieven Bayens hatte sich zu diesem Werk durch den Ruf nach Segen über die Früchte der Erde und den Schutz gegen Unheil inspirieren lassen.

Im zweiten Teil bildeten Texte von Heinrich Heine das Leitmotiv, vertont von Robert Schumann (Opus 24). Mit einem Anflug von Ironie begleitet Heine hierbei das für die Romantik typische Weltschmerzgefühl. Andächtig lauschten die Besucher den nicht alltäglichen Liedern und spendeten großzügig Applaus. Von der „warmen, offenen“ Atmosphäre des Publikums waren die beiden völlig begeistert. Im dritten Teil des Konzertabends waren sechs Lieder aus Robert Schumanns Schwanengesang zu hören, und weitere zwei aus seiner Winterreise.

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