Görwihl Hotzenwald-Bauernkapelle geht bei Jahreskonzert neue Wege

Nicht der vom Verein in der Hauptversammlung gewählte elsässische Dirigent Daniel Moroso schwang den Taktstock, sondern die aus den eigenen Reihen stammenden Dagmar Keck, David Keck, Marion Lüttin und Alexander Mutter

In das Jahreskonzert der Hotzenwald-Bauernkapelle Görwihl am Samstagabend mischten sich einige Besonderheiten und Premieren. Klar, die Musik stand im Mittelpunkt – der couragierte Auftritt der Kapelle, die einwandfreie Darbietung noch so schwieriger Kompositionen, das exakte Zusammenspiel der Register. Die zwei Konzertabschnitte waren äußerst unterhaltsam. Eine südböhmische Polka folgte ganz selbstverständlich auf den „Wild Cat Blues“, der amerikanische Nationalmarsch „Unter dem Sternenbanner“ schloss sich einer Hommage an Udo Jürgens an. Berührungsängste kannten die Görwihler Musiker nicht. Sie beherrschten jedes Genre, überzeugten sowohl als Big-Band mit dem gewissen Swing als auch mit Melodien, die zu jedem Sommerfest passen. Drei Monate lang hatten sie geübt, hörbar diszipliniert, jedoch nicht ohne die Spielfreude über den selbst auferlegten hohen Ansprüchen zu verlieren.

Dabei war die Ausgangslage alles andere als optimal. Nicht der vom Verein in der Hauptversammlung gewählte elsässische Dirigent Daniel Moroso schwang den Taktstock, sondern die aus den eigenen Reihen stammenden Dirigenten Dagmar Keck, David Keck, Marion Lüttin und Alexander Mutter. Sie bewiesen, dass viele Köche nicht unbedingt den Brei verderben müssen. „Es war eine besondere Erfahrung mit den vier Dirigenten, es hat die Probenarbeit abwechslungsreich gemacht“, berichtete Vorsitzender Mike Biehler. Das Dirigentenquartett zauberte in der vollen Hotzenwaldhalle eine bunte Palette an Stimmungsbildern herbei, passend zu den Ostereiern, die den Bühnenrand zierten.

Den Auftakt machten aber nicht die „Großen“, sondern der Nachwuchs. Zu einer Erzählung von Miriam Mutter zeigten die von Dagmar Keck betreuten Zöglinge Luca Baumgartner, Elena Nobs, Lena Maier, Christina Stoll, Antonia Stoll, Marika Seger, Pauline Maier und Valentina Maier in zehn Minuten, was sie gelernt hatten. Der erstmals moderierende Christian Gerspacher kommentierte diesen Auftritt so: „Die Zöglinge haben eindrucksvoll bewiesen, dass nur eine erfolgreiche Jugendarbeit die Zukunft eines Vereins sichert.“ Das Lob durften sich auch Miriam Mutter, Lea Mutschler, Annabell Albiez, Pierina Mutter und Verena Tröndle einstreichen. Die fünf jungen Damen nahmen erstmals in Tracht an einem Jahreskonzert teil. Die letzte Besonderheit: Am Samstag standen drei Generationen gleichzeitig auf der Bühne. Neben den Zöglingen Pauline, Lena und Valentina Maier waren dies deren Eltern Karin und Christian Maier sowie Christoph Kaiser, Vater von Karin Maier. Von den Enkelinnen bis zum Opa waren also alle dabei – ein echter Hit.

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