Görwihl Großes Interesse am Tag der offenen Tür bei Freudenberg

Der Spezialist für Dichtungsringe investiert zehn Millionen Euro in Modernisierung und Erweiterung am Standort in Oberwihl. Viele Besucher nutzen Gelegenheit zum Blick in die Produktionshallen.

Oberwihl (psc) Großes Interesse herrschte am Samstag am Tag der offenen Tür der Firma Freudenberg Sealing Technologies in Oberwihl. Nach umfangreichen Umbauarbeiten im Werk erhielt die Bevölkerung erstmals Einblick in die neuen Produktionshallen. Rund zehn Millionen Euro hat sich die Freudenberg den Umbau am Oberwihler Standort kosten lassen. 1000 Quadratmeter neue Produktionsflächen sind dazu gekommen, bestehende Produktionshallen sind modernisiert und die Werksinfrastruktur grundlegend überarbeitet worden – ein Prozess, bei dem Arbeitssicherheit, Verbesserung der Arbeitsabläufe und erhöhte Sauberkeit im Mittelpunkt standen. Davon konnten sich die Gäste im Lauf von fünf Stunden überzeugen.

Bereits zum Auftakt um 11 Uhr hatte sich eine Warteschlange im Eingangsbereich des Unternehmens gebildet. Die Besucher wurden daraufhin in Gruppen unterteilt und von etwa einem Dutzend Mitarbeitern nacheinander durch das Werk geführt. Dabei erfuhren sie viel Wissenswertes über die Herstellung von Dichtungsringen, über deren Einsatzgebiete und Anforderungen sowie über die Qualitätskontrolle. Ein Teil des Betriebes wurde extra für den Tag der offenen Tür eingestellt, „sonst könnten wir so viele Leute gar nicht durchlotsen“, erklärte Ulrike Reich, Pressesprecherin der Freudenberg Sealing Technologies. „Das Werk in Oberwihl hat einiges an Modernisierungen und Veränderungen im positiven Sinne durchlebt und würde nun gerne der Öffentlichkeit zeigen, wie gut es aussieht“, so Reich weiter.

Im Hintergrund wolle der Gastgeber auch potenzielle Mitarbeiter auf sich aufmerksam machen. „Denn die Suche nach neuen Mitarbeitern und Azubis wird leider von Jahr zu Jahr schwerer“, berichtete Ulrike Reich. Das Anwerben von Auszubildenden stand denn auch im Sozialgebäude, wo außerdem eine Ausstellung mit Filmen und Fotografien über das Oberwihler Werk zu sehen war, im Fokus. Das „Last-Minute-Ausbildungsangebot“ richtete sich an zukünftige Verfahrensmechaniker für Kunstsoff- und Kautschuktechnik. Zu dem Beruf gehört unter anderem das Programmieren und Einrichten von Fertigungsmaschinen sowie die Mitarbeit in den Abteilungen Rohmischwerk, Rohlingsfertigung, Formgebung, Endbearbeitung, Beschichtung und Qualitätskontrolle – eben die Bereiche, die am Samstag der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Am Anlass beteiligten sich die Feuerwehr Görwihl mit einer Schauübung sowie die Hans-Thoma-Schule Laufenburg, mit der die Firma Freudenberg eine Schulkooperation unterhält. Die Schule hatte 123 Kuchen mitgebracht. Ein kleines Gewinnspiel rundete das Rahmenprogramm ab.

Freudenberg.

Die Freudenberg Sealing Technologies GmbH & Co. KG beschäftigt in Oberwihl derzeit rund 400 Mitarbeiter, einschließlich 19 Auszubildende. Der Standort Oberwihl ist das globale Lead-Center für O-Ringe. Dort werden rund 9000 verschiedene O-Ringe hergestellt. Der kleinste Ring misst 1,6 x 1,6 Millimeter, der Größte 550 x 4 Millimeter. Circa 4,5 Millionen O-Ringe werden im Monat durch elf automatische Kontrollmaschinen auf die Qualität kontrolliert. O-Ringe sind Dichtungsringe. Vorrangig werden sie zum statischen Abdichten ruhender Maschinenteile gegen Flüssigkeiten und Gase verwendet. Internet: www.freudenberg.de

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