Der Görwihler Kultursommer feierte am Samstagabend ein Fest auf dem Hof von Margarete und Christof Stoll in Segeten. Dabei wurde die von Karl Vollmer während der Kulturwoche kreierte „Kunst an der Wand“ im Beisein aller derzeit noch anwesenden Künstler vorgestellt. Auch zwei der am Montag beim Workshop im Rahmen des Kinder-Sommerferienprogramms entstandenen Fahnen wurden von ihren stolzen Schöpfern präsentiert. Die musikalische Begleitung übernahm die Trachtenkapelle Strittmatt unter der Leitung von Haymo Brugger.

Der Görwihler Kultursommer feierte am Samstagabend ein Fest auf dem Hof von Margarete und Christof Stoll in Segeten mit der Vorstellung der "Kunst an der Wand" und der musikalischen Begleitung durch die Trachtenkapelle StrittmattBild: KARIN STEINEBRUNNER
Der Görwihler Kultursommer feierte am Samstagabend ein Fest auf dem Hof von Margarete und Christof Stoll in Segeten mit der Vorstellung der "Kunst an der Wand" und der musikalischen Begleitung durch die Trachtenkapelle StrittmattBild: KARIN STEINEBRUNNER

Beinahe kein Durchkommen war mehr in Segeten angesichts der rund um das Anwesen der Familie Stoll geparkten Autos, so groß war die Resonanz auf das Fest, bei dem die Frauengemeinschaft Segeten emsig half, die Besucher mit heißen Würstchen und Glühwein zu versorgen. Immerhin blieb es trocken an diesem Abend, und so konnte Karl Vollmer sein an der Scheunenwand prangendes Kunstwerk in aller Ruhe vorstellen, nachdem die junge Mannschaft der Trachtenkapelle das Fest musikalisch eröffnet und auch Pfarrer Bernhard Stahlberger sowie der Hausherr die Gäste begrüßt hatten.

Stahlberger erinnerte sich, Christof Stoll, Hausmeister der Kirchengemeinde St. Wendelinus, habe sich ihm als sehr kunstinteressierter Mann zu erkennen gegeben, indes zugleich mit Bedauern konstatiert, er habe aufgrund seiner Landwirtschaft keine Zeit, künstlerische Veranstaltungen in der Umgebung zu besuchen. Da sei in ihm der Gedanke gereift, wenn solche Menschen wie Christof Stoll nicht zur Kunst kommen könnten, dann müsste die Kunst eben zu ihnen kommen. Und voilà, der Kultursommer war geboren.

Aus seiner eigenen Erinnerung fügte Christof Stoll an, Karl Vollmer habe vor zwei Jahren die Idee geäußert, an die große nackte Scheunenwand gehöre eigentlich ein Bild. Er, Stoll, stehe aus vollem Herzen zum Kultursommer, und deshalb habe er zugestimmt, dass Vollmer während dieser Woche nun wirklich ein Bild gemacht habe. „Für mich ist das Bild einfach schön“, kommentierte Stoll das entstandene Werk. Für ihn seien die vergangenen Tage eine geniale Zeit gewesen, und am meisten habe ihn beeindruckt, dass die Künstler an seiner Arbeit ebenso viel Interesse gezeigt und sie ebenso Wert geschätzt hätten wie er die ihre.

Der Görwihler Kultursommer feierte am Samstagabend ein Fest auf dem Hof von Margarete und Christof Stoll in Segeten. In unserem Bild werden stolz zwei Fahnen aus dem Workshop präsentiert. Bild: Karin Steinebrunner
Der Görwihler Kultursommer feierte am Samstagabend ein Fest auf dem Hof von Margarete und Christof Stoll in Segeten. In unserem Bild werden stolz zwei Fahnen aus dem Workshop präsentiert. Bild: Karin Steinebrunner
Der Künstler Karl Vollmer (links) und der Hausherr Christof Stoll.
Der Künstler Karl Vollmer (links) und der Hausherr Christof Stoll.

„Ich habe die Geschichte etwas anders in Erinnerung“, schmunzelte Karl Vollmer, nämlich so, dass Landwirt Christof Stoll geäußert habe, er hätte auch mal gerne so ein Bild, also habe er diesem Wunsch gerne entsprochen. Dabei sei er an die Gestaltung zunächst vollkommen offen herangegangen, habe die Landschaft auf sich wirken lassen, die er nicht abmalen, sondern deren Qualitäten er sozusagen ins Bild setzen wollte.

So sei eine imaginäre Landschaft entstanden, ein heiteres Sommerbild mit Bergen, Pflanzen, den vielen unterschiedlichen Grüntönen, auf der einen Seite bis ins satte Gelb, auf der anderen bis ins dunkle Blau hinüberspielend, eine Landschaft, in der der Betrachter Raum findet, seine eigenen Gedanken schweifen zu lassen.

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