Männer, es ist Frühling! Hat vorgestern zwar nicht danach ausgesehen, ist aber so. Nun ist der Frühling ja mehr als eine schöne Jahreszeit, denn er bringt die Aufforderung mit sich, die Dinge in Ordnung zu bringen. „Frühjahrsputz“ heißt das Zauberwort.

Besen ergreifen, Staubsauger anwerfen, Putzlappen zücken, Spinnweben runterholen, die abgetauchten Bierdeckel von der letzten Silvesterparty wieder ans Tageslicht fördern – darum geht es jetzt.

Aber herrje: Gemäß einer Pressemitteilung der P.U.N.K.T. Gesellschaft für Public Relations (tönt offenbar besser als „Öffentlichkeitsarbeit“) aus Hamburg hat eine Studie mit über 2500 Teilnehmern der Tankstellenkette HEM herausgefunden, dass jeder dritte deutsche Mann lieber das Auto als die eigenen vier Wände putzt – gemäß dem Motto „Was man liebt, das pflegt man“. Frauen hingegen (88 Prozent) bringen häufiger das Zuhause auf Vordermann.

Details gefällig? Bitteschön, die Öffentlichkeitsarbeiter aus dem Norden klären auf: „Jeder Zweite bringt sein Gefährt mindestens einmal im Monat in die Waschanlage, während jede dritte Frau dort höchstens einmal im Vierteljahr anzutreffen ist. Denn für Männer spielt bei der Autowäsche nicht nur die Sicherheit eine große Rolle (24 Prozent), sie nutzen den Besuch in der Waschstraße auch zur Entspannung (19 Prozent) und bringen ihr Fahrzeug zum Glänzen (17 Prozent).

Kein Wunder, dass über zwei Drittel nach der ausgiebigen Autowäsche vor allem eines fürchten: hartnäckigen Vogelmist, Pollen und klebrigen Blütenstaub – die Nachteile des Frühlings.

Wie sehr den Deutschen ihr Auto am Herzen liegt, zeigen übrigens auch die Kosenamen, mit denen sie es schmücken. Ob Baby, Dicker oder Herbie“ – obacht jetzt! – „jede zweite Frau hat einen Spitznamen für ihr Fahrzeug und drückt so ihre Zuneigung aus. Bei den Männern sind es immerhin 35 Prozent.“

Dicker? Herbie? Da drängen sich noch ganz andere Fragen auf: Wurden in der Studie auch Hotzenwälder/innen befragt? Treiben auch sie sich gerne in Waschstraßen herum? Haben auch sie Kosenamen für ihre Karossen? Biene? Düsi? Mocken? Donnerhotz? Aber im Ernst: Männer, was ist jetzt mit den Bierdeckeln von der letzten Silvesterparty?


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