Zum 50-Jährigen hatten sie ein großes Fest organisiert und ein Kochbuch herausgebracht, das inzwischen gut 700 Mal verkauft wurde, zum 60. begnügten sich die Aktiven der Frauengemeinschaft Hartschwand-Rotzingen-Burg mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen am Nachmittag, einem Gottesdienst und dem fröhlichen Ausklang des Jubeltages unter sich am Abend. „Wir wollen vor allem unseren langjährigen Mitgliedern wieder einmal die Möglichkeit zum Austausch geben und daran erinnern, dass es ohne die Älteren unter uns die Frauengemeinschaft nicht gäbe“, meint die Vorsitzende Angelika Eckert dazu mit Nachdruck.

Vorsitzenden Angelika Eckert hielt einen Rückblick zum 60-Jährigen der Frauengemeinschaft Hartschwand-Rotzingen-Burg.
Vorsitzenden Angelika Eckert hielt einen Rückblick zum 60-Jährigen der Frauengemeinschaft Hartschwand-Rotzingen-Burg. | Bild: Karin -Steinebrunner

Angelika Eckert war es auch, die einen kleinen Rückblick auf die vergangenen 60 Jahre gab. Eröffnen konnte sie diesen indes mit dem Hinweis, dass bereits im Jahr 1917 im Kirchspiel Görwihl ein Mütterverein gegründet worden war. Auf Anregung des Pfarrers sei dann im Februar 1958 eine eigene Müttergruppe für Rotzingen, Burg und Hartschwand ins Leben gerufen worden. Auf die monatlich abgehaltene Andacht folgte jeweils im damaligen Gasthaus "Hirschen" ein Vortrag des Pfarrers über Kindererziehung, die Ausflüge waren mit Wallfahrten verknüpft.

Als Erinnerung an die Feier gab es  ein Teelicht für jedes Mitglied.
Als Erinnerung an die Feier gab es ein Teelicht für jedes Mitglied. | Bild: Karin Steinebrunner

Die ausgelegten Schriftführerbücher sowie eine kleine Ausstellung mit Fotos und alten Belegen verdeutlichten den Rückblick auf diese Zeit. Dort konnte man als Vortragsthemen beispielsweise „das gute Buch im katholischen Haushalt“ finden, oder „das Verhältnis der Mutter zum Kind nach dem Vorbild der Gottesmutter Maria“, die Wallfahrten gingen nach einsiedeln, Hegne oder Maria Stein. Später wurden auch Referenten eingeladen, die beispielsweise zu Umweltfragen, zum Fasten oder zum biologischen Gartenbau sprachen.

Auch der Geburtstagskuchen fehlte bei der Feier der Frauengemeinschaft nicht.
Auch der Geburtstagskuchen fehlte bei der Feier der Frauengemeinschaft nicht. | Bild: Karin Steinebrunner

Zu Beginn wurden 21 Mitglieder registriert, wusste Angelika Eckert zu berichten, der Pfarrer gab 20 Mark als Grundstock in die Kasse. In einer kleinen Feierstunde erhielt jede Frau ein Medaillon und ein Aufnahmeheftchen. Als Ziele der Gemeinschaft wurden die Bildung der Frauen zu lebenskundigen Müttern, tüchtigen Hausfrauen und glaubensstarken Ratgebern formuliert.

Monatliche Treffen und Ausflüge

In den 80ern gab es nach einer zwischenzeitlichen Flaute wieder rund 70 Mitglieder, heute hat die Frauengemeinschaft rund 30 Seniorinnen und etwa eben so viele Aktive. Die Themen haben sich geändert, geblieben ist die rund 20-prozentige Beteiligung an den jeweiligen Aktivitäten. Geblieben sind auch die monatlichen Treffen, die Ausflüge, die Maiandacht und die eine oder andere Wallfahrt. Und bleiben soll als Erinnerung an die Feier zum 60-Jährigen auch das mit Namen versehene Teelicht, das am Ende des Rückblicks an alle Frauen verteilt wurde.