Die Kirchengemeinde St. Martin in Görwihl erlebte eine Premiere bei der Feier zu Ehren des Schutzpatrons Bartholomäus der Pfarrkirche. Zum ersten Mal wurde die Eucharistie am Samstagabend mit anschließender Fackelprozession durch den Ort gefeiert. Bisher wurde immer am Sonntag nach dem Gedenktag des Heiligen das Pfarrkirchenfest gefeiert. Da dieses Jahr der 24. August auf einen Samstag fiel, entschied sich Pfarrer Bernhard Stahlberger, den Festtag nicht zu verschieben. Petrus gab auch seinen Segen zu dieser Neuerung. Die Kirchengemeinde St. Martin konnte dem mit Kirchenchor und der Hotzenwald-Bauernkapelle an einem lauen Abend das Patronat feiern.

Höhepunkt des Patronats: Nach der Messfeier zum Patronatsfest St. Bartholomäus mit dem Kirchenchor Görwihl und der Hotzenwald- Bauernkapelle konnte die Fackelprozession, angeführt vom Kreuz und der Bartholomäus Fahne, beginnen.
Höhepunkt des Patronats: Nach der Messfeier zum Patronatsfest St. Bartholomäus mit dem Kirchenchor Görwihl und der Hotzenwald- Bauernkapelle konnte die Fackelprozession, angeführt vom Kreuz und der Bartholomäus Fahne, beginnen. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrer Stahlberger die Gläubigen, Musiker und Sänger auf der Empore sowie Künstler des Görwihler Kultursommers. In seiner Einführung erinnerte er daran, dass Nathanael Bartholomäus ein echter Israelit war. Er wurde gehäutet, weil er bei seinen Glaubensverkündigungen behauptet hat, dass alle Menschen gleich seien.

Magischer Augenblick: Angeführt von der Hotzenwald-Bauernkapelle Görwihl, zog die Kirchengemeinde mit dem Allerheiligsten zu Ehren des Schutzpatrons durch die dunklen Straßen des Dorfzentrums in Görwihl.
Magischer Augenblick: Angeführt von der Hotzenwald-Bauernkapelle Görwihl, zog die Kirchengemeinde mit dem Allerheiligsten zu Ehren des Schutzpatrons durch die dunklen Straßen des Dorfzentrums in Görwihl. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

„Macht hoch die Tür, ein Adventslied im Sommer? Das war kein Fehler der Musiker“, merkte Pfarrer Stahlberger in seiner Predigt an. „Nein es war gewünscht. Wie im Evangelium geht es um eine enge kleine Türe, die man öffnen muss. Darum, dass man seine Talente verwenden muss, die man in die Wiege gelegt bekommen hat. Es geht nicht darum, was man macht, sondern darum, wie, dass man sein Leben nicht verplempert.“ Er schlug den Bogen zum Kultursommer und zu den Künstlern: „Auch sie mussten sich bemühen. Sie hatten eine Profession und jeder von ihnen hat seine Fähigkeiten entwickelt“.

Premiere geglückt: Nach der Eucharistiefeier zum Patronatsfest St. Bartholomäus mit anschließender Fackelprozession lud Pfarrer Bernhard Stahlberger die Gläubigen und die Künstler zum Apéro mit dem Gemeindeteam St. Martin ein.
Premiere geglückt: Nach der Eucharistiefeier zum Patronatsfest St. Bartholomäus mit anschließender Fackelprozession lud Pfarrer Bernhard Stahlberger die Gläubigen und die Künstler zum Apéro mit dem Gemeindeteam St. Martin ein. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Bevor der Pfarrer die Gemeinde zum Höhepunkt des Patronats führte, der Fackelprozession, verlas er ein Patronatsgeschenk von Erzbischof Stephan Burger. Das Görwihler Gemeindemitglied Corry Gemmet-van Kesteren wurde zur Kommunionshelferin ernannt.

Schon angereist: Die teilnehmenden Künstler des Görwihler Kultursommers sind größtenteils in Görwihl eingetroffen und feierten zusammen mit der Kirchengemeinde St. Martin das Hochfest zu Ehren des Schutzpatrons St. Bartholomäus.
Schon angereist: Die teilnehmenden Künstler des Görwihler Kultursommers sind größtenteils in Görwihl eingetroffen und feierten zusammen mit der Kirchengemeinde St. Martin das Hochfest zu Ehren des Schutzpatrons St. Bartholomäus. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Danach zog die Kirchengemeinde, angeführt von der Hotzenwald-Bauernkapelle, mit dem Allerheiligsten durch die dunklen Straßen des Dorfzentrums in Görwihl. Es war stockduster in der Kirchstraße, besser bekannt als Ankengasse, und ein unbeschreibliches Erlebnis, da die Straßenbeleuchtung komplett ausgefallen war. Erleichtert, dass alles so gut geklappt hatte, erteilte der Pfarrer zum Abschluss des Patronatsfestes den Segen an die Pfarrgemeinde. Er lud die Teilnehmer zusammen mit den Künstlern zum Apéro und zum regen Meinungsaustausch ein.

Ein herzliches Vergelt‘s Gott ging an den Kirchenchor unter der Leitung von Andrea Bächle und Andreas Dörnte mit der Hotzenwald-Bauernkapelle. Dezimiert durch die Ferienabwesenheit, sprang der ehemalige Dirigent auf Anfrage kurzfristig ein und übernahm die Leitung der Musiker für den Abendauftritt.
Ein herzliches Vergelt‘s Gott ging an den Kirchenchor unter der Leitung von Andrea Bächle und Andreas Dörnte mit der Hotzenwald-Bauernkapelle. Dezimiert durch die Ferienabwesenheit, sprang der ehemalige Dirigent auf Anfrage kurzfristig ein und übernahm die Leitung der Musiker für den Abendauftritt. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann
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