Die Herigöst-Olympiade war der Startschuss für die 24-Stunden-Übung der Jugendfeuerwehren aus Görwihl und Rickenbach. Die Strittmatter konnten wegen der Organisation nicht selbst teilnehmen. Die Herrischrieder Jungendfeuerwehr musste passen, da die halbe Mannschaft sich auf dem Landschulheim befand. Die Betreuer Markus Kaiser und seine Stellvertreterin Mareike Mertens aus Görwihl wurden tatkräftig von Benjamin Vogt aus Rickenbach unterstützt.

Die Herigöst Olympiade war der Startschuss für die 24-Stunden-Übung. Die Betreuer und die Teilnehmer stärkten sich, bevor es in das Quartier, die Gemeindehalle in Görwihl, ging.
Die Herigöst Olympiade war der Startschuss für die 24-Stunden-Übung. Die Betreuer und die Teilnehmer stärkten sich, bevor es in das Quartier, die Gemeindehalle in Görwihl, ging. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Der Zweck der Übung war ein etwas anderer als die Spiele der Olympiade. Es galt, viel Wissen zu vermitteln und das bereits Gelernte zu festigen. Die drei Jugendleiter hatten sich viele Gedanken gemacht, reale Einsätze geplant und das notwendige Material organisiert.

In der Gemeindehalle Görwihl angekommen, erklärten die Jugendleiter Mareike Mertens und Benjamin Vogt die Regeln und nahmen die Gruppeneinteilung vor.
In der Gemeindehalle Görwihl angekommen, erklärten die Jugendleiter Mareike Mertens und Benjamin Vogt die Regeln und nahmen die Gruppeneinteilung vor. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Bevor die mehr als 30 Teilnehmer sich auf den Weg in das Quartier nach Görwihl machten, wurde bei den Strittmatter Kameraden zu Abend gegessen. Um 22.30 Uhr in der Gemeindehalle Görwihl angekommen, erklärten die Jugendleiter Mareike Mertens und Benjamin Vogt die Regeln und nahmen die Gruppeneinteilung vor. Dann ging es Schlag auf Schlag, um 23 Uhr erfolgte die Alarmierung. Der Auftrag lautete Ausleuchten des Rickenbacher Sportplatzes, damit der Rettungshubschrauber landen kann.

Um 6 Uhr war der zweite Einsatz, ein Flächenbrand in Oberwihl.
Um 6 Uhr war der zweite Einsatz, ein Flächenbrand in Oberwihl. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Nach der Rückkehr in die Görwihler Gemeindehalle wurden ausgiebig der Tag und das Erlebte diskutiert. Um 2 Uhr wurden alle gebeten, sich in die Schlafsäcke zu begeben, doch einer der Kleinsten meinte: „Bis 5 Uhr habe ich noch kein Auge zugemacht.“ Die Strafe folgte auf dem Fuße: Um 6 Uhr war es bereits Zeit für den nächsten Alarm: Ein Flächenbrand in Oberwihl auf dem Weg zur Fuulbachhütte sollte eingedämmt werden. Einige müde Kameraden wurden nicht rechtzeitig fertig, mussten zurückgelassen werden und dafür halfen sie, das Frühstück vorzubereiten.

Beim dritten Einsatz kamen zwei Ereignisse parallel: Ein großer Brand in Rickenbach und ein Arbeiter wurde im Sägewerk in Tiefenstein eingeklemmt.
Beim dritten Einsatz kamen zwei Ereignisse parallel: Ein großer Brand in Rickenbach und ein Arbeiter wurde im Sägewerk in Tiefenstein eingeklemmt. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Beim dritten Einsatz kamen zwei Ereignisse parallel: Es gab einen großen Brand in Rickenbach und ein Arbeiter wurde im Sägewerk in Tiefenstein eingeklemmt. Die Teams mussten sich aufteilen. Beide Aufgaben wurden bravourös gemeistert. Nach jeder Übung stellte man sich hinter dem Fahrzeug auf und besprach, wie der Einsatz gelaufen war. Nach der Rückkehr gab es ein gutes Mittagessen für die Jugendlichen.

Die Jungfeuerwehren waren schon etwas müde, als sie zum letzten Einsatz nach Herrischried eilten.
Die Jungfeuerwehren waren schon etwas müde, als sie zum letzten Einsatz nach Herrischried eilten. | Bild: Hans-Jürgen Sackmann

Die Jungfeuerwehrkameraden waren schon etwas müde, aber sobald der Alarm losging, waren alle wieder hellwach, voll motiviert und eilten zum letzten Einsatz nach Herrischried: In Herrischried am Skilift brannte ein Pistenbully lichterloh und zusätzlich wurden auch noch zwei Personen vermisst.

Übung wie bei den Erwachsenen

Die praktischen Übungen wurden wie bei den Aktiven durchgeführt. Die Jugendlichen hatten immer ihren eigenen Einsatzleiter und die Übungen liefen wie bei Einsätzen der erwachsenen Feuerwehrleute ab. Markus Kaiser und sein Team waren aber bedacht, nicht den ganzen Tag auf Drill zu üben, denn es waren auch noch sehr junge und kleine Kameraden im Einsatz. Der Spaß durfte bei der 24-Stunden-Übung nicht zu kurz kommen. Es sollte auch ein Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit und zudem zur Mitgliederwerbung sein.