Das Landratsamt Waldshut beabsichtigt die Wiedereröffnung und den Ausbau der Albtalstraße L 154 in Form von Felssicherungsmaßnahmen im Rahmen eines Planfeststellungsverfahrens. Dies teilt das Regierungspäsidium Freiburg mit. Zur Vorbereitung der Planungen hat der Vorhabenträger die Durchführung eines sogenannten Scoping-Verfahrens bei der Planfeststellungsbehörde des Regierungspräsidiums Freiburg beantragt.

Teil des Verfahrens ist ein Gespräch des Vorhabenträgers mit den beteiligten Gemeinden, Behörden und Verbänden über die von ihm im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung beizubringenden Unterlagen (sogenannter Scoping-Termin). Dieser findet am Donnerstag, 25. Juli, um 14.30 Uhr im Kreistagssaal des Landratsamtes Waldshut, Raum 262, Kaiserstraße 110 in Waldshut statt.

Auch prominente Politiker machten sich immer wieder ein Bild vom Felsabgang: Ministerialdirektor Uwe Lahl, Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller und Bundestagabgeordneter Felix Schreiner (von links). Bilder: Peter Schütz
Auch prominente Politiker machten sich immer wieder ein Bild vom Felsabgang: Ministerialdirektor Uwe Lahl, Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller und Bundestagabgeordneter Felix Schreiner (von links). Bilder: Peter Schütz

Der Termin ist öffentlich, soweit nicht geheimhaltungsbedürftige Tatsachen zur Sprache kommen und ein Besprechungsteilnehmer den Ausschluss der Öffentlichkeit beantragt oder die Behörde den Ausschluss von Amts wegen anordnet. Die Planfeststellungsbehörde geht im konkreten Fall davon aus, dass der öffentlichen Durchführung nichts entgegensteht. Damit besteht für Interessierte die Möglichkeit, bei dem Termin anwesend zu sein und zuzuhören.

Die Sperrung

Die Albtalstraße L 154 (eine Landesstraße) ist zwischen Hohenfels (Gemeinde Albbruck) und der Tiefensteiner Brücke (Gemeinde Görwihl) an Pfingsten 2015 wegen akuter Felssturzgefahr für den Verkehr gesperrt worden. Bereits am 25. Juli 2013 war nahe der Tiefensteiner Brücke ein drei Kubik großer Felsbrocken abgestürzt, zu Schaden kam niemand. Untersuchungen ergaben, dass „1500 Kubik Felsmaterial abrutschen könnten“, erklärte Clemens Ruch, Leiter des Landesamtes für Geologie. Vertreter der betroffenen Gemeinden und des Landkreises fordern seit langem die baldige Wiedereröffnung. Dieses Ziel unterstützten auch 11 000 Bürger mit ihrer Unterschrift. Im Januar 2018 sagte das Landesverkehrsministerium zu, die Kosten der Sicherungsmaßnahmen zu tragen.

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