Görwihl (psc) Die Coronakrise trifft nun auch den Gewerbekreis Görwihl. Dessen für den 17. Mai geplanten Naturparkmarkt in Verbindung mit dem verkaufsoffenen Sonntag ist abgesagt. Dies teilte am Donnerstag Görwihls Bürgermeister Carsten Quednow mit.

Quednow stützte sich auf Hinweise des Naturparks Südschwarzwald, der die ersten drei Naturparkmärkte dieses Jahres abgesagt hat. Dies betreffen die Märkte in Elzach, Furtwangen und Görwihl. Für den Naturparkmarkt in Wehr am 24. Mai gab es am gestrigen Donnerstag noch keine Absage, auch nicht für diejenigen in Rickenbach-Willaringen am 1. Juni sowie in Todtmoos und Bad Säckingen im Juli.

Da die Gemeinde Görwihl zusammen mit dem Gewerbekreis Görwihl Mitveranstalter des Naturparkmarkts ist, sei die Entscheidung über die Absage bereits jetzt getroffen worden, erklärte Bürgermeister Quednow. „Aus heutiger Sicht ist eine ordentliche Planung und Bewerbung der Veranstaltung nicht möglich“, so Quednow weiter.

Außerdem sei aufgrund der aktuellen Lage nicht damit zu rechnen, dass bis zum 17. Mai größere Ansammlungen von Menschen schon wieder möglich oder überhaupt wieder sinnvoll sind. „Die klare Botschaft dieser letzten Tage ist: Absagen, was abgesagt werden kann“, stellte Quednow klar, „und keine sozialen Kontakte mehr über das nötige Maß hinaus.“

Das einzige gemeinsame Ziel sei die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen „und da müssen die handelnden Behörden mit gutem Beispiel vorangehen“, sagte er. Quednow bat um Verständnis, freue sich aber „auf einen späteren Zeitpunkt, an dem wir wieder einen normalen Naturparkmarkt abhalten können“.

Ob es damit noch in diesem Jahr klappen wird, ist derzeit offen. Heike Mutter, zweite Vorsitzende des Gewerbekreises Görwihl, erklärte gestern auf Anfrage dieser Zeitung: „Denkbar wäre ein späterer Termin, aber mit Vorbehalt.“

Eine Zusammenkunft des Gewerbekreises habe noch nicht stattgefunden, „das müssen wir zuerst bereden“. Dass die Absage knapp zwei Monate vor der Durchführung des Naturparkmarktes in Görwihl erfolgte, sei für sie „zu verkraften“. Denn die organisatorische Hauptarbeit würde in der Regel einen Monat vor der Veranstaltung anstehen. „Was wir als Werbung geplant haben, müssen wir jetzt zurückstellen“, so Mutter.

Die Marktteilnehmer würden jetzt informiert. Ursprünglich wollte der Gewerbekreis Görwihl den Naturparkmarkt im Zwei-Jahres-Rhythmus durchführen. Aber nachdem der Adventszauber aus der Veranstaltungsreihe gestrichen wurde, „wollten wir den Naturparkmarkt, der gut ankam, jedes Jahr machen“, so Heike Mutter.