25 900 Erntefestmeter Holz sollen in den nächsten zehn Jahren von 2018 bis 2027 im Egginger Gemeindewald geschlagen werden. Dieses Ergebnis brachte das Forsteinrichtungswerk, das Tom Drabinski, zuständiger Forsteinrichter für den Gemeindewald, erstellt hat.

Experten informieren über den Wald

In der drei Stunden dauernden letzten Gemeinderatssitzung vor den Sommerferien stellte Tom Drabinski nun dieses Forsteinrichtungswerk vor und dazu gab es zwei Teile. Der erste Teil war eine gemeinsame Waldbegehung, zu der auch Hans Peter Barth vom Landratsamt Waldshut, der Leiter des Forstbezirks Süd sowie Revierleiter Jürgen Boller-Berger anwesend waren. Dabei stellte Drabinski anhand von Grafiken und auch am lebenden Objekt den Buchenbestand im Egginger Wald und die Bewirtschaftungsmodalitäten dar. Dabei wurde auch die Forsteinrichtung der vergangenen zehn Jahre beleuchtet, die im Schnitt 2340 Festmeter Einschlag vorgesehen hatte. Diese wurde beinahe zu 100 Prozent erfüllt.

Nutzung geprägt von Naturereignissen

Revierleiter Boller-Berger hielt fest, dass in den vergangenen Jahren die Nutzung nicht immer geplant, sondern durch zufällige Nutzung geprägt war. So hatten Sturm- und Käferholz wie auch Schneebruch dafür gesorgt, dass der vorgesehene Hieb zurückgestellt wurde. Deshalb konnten auch die Nutzungsgebiete und altersgemäßen Planungen nicht vollzogen werden. Seit 1830 gibt es die Forsteinrichtung. Diese sieht gezielt vor, den Wald fachlich und nachhaltig zu bewirtschaften und damit die Produktion, Schutz- und Erholungsfunktion zu gewährleisten.

Buche dominiert

Drabinski hatte viele Stunden zusammen mit Revierleiter Boller-Berger in den Egginger Wäldern verbracht und entsprechende Daten über den Bewuchs zusammengestellt. Er teilte mit, dass in Eggingen die Buche mit 46 Prozent Anteil am Baumbestand dominiert. Die Fichte erreicht 27 Prozent und den Rest bilden Baumarten wie Kiefer, Bergahorn, Esche und andere. Dazu kommen 26 Waldbiotope und 9,4 Prozent Extensiv-Flächen.

Frage nach Ökopunkten

Diese Extensiv-Flächen brachten beim zweiten Teil dieser Sitzung, der anschließenden Sitzung im Rathaus, aus den Reihen der Gemeinderäte die Frage hervor, ob diese nicht für eventuell nötige Ökopunkte eingesetzt werden könnten. Hans Peter Barth erklärte dazu, dass dies eventuell möglich wäre, jedoch müsse der Rahmen noch bewertet werden.

Pläne für Lerche und Douglasie

Eine Besonderheit in der kommenden Forsteinrichtung ist es, die Fichte dort zu fördern, wo sie wächst und an anderen Orten, wenn möglich, auch Douglasie und Lerche einzuführen. Hauptsächlich soll auf die Naturverjüngung gesetzt werden. Dafür sollen 9,4 Hektar mit Jungbäumen bepflanzt werden. Diese müssen vermutlich vor Verbiss und Fegeschäden geschützt werden. Die Gemeinderäte stimmten dem vorliegenden Planungswerk zu.