Einer Raumschaftsübung mit herausfordernder Brisanz stellten sich die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Eggingen, Wangen und Wutöschingen am vergangenen Samstag in Eggingen. Angenommen wurde für diese Übung ein Szenario, das durchaus in der Realität stattfinden könnte.

Bei dieser Übung ging es um einen fiktiven Dachstuhlbrand nach Blitzeinschlag, dem zuvor ein kräftiger Sturm vorausgegangen war und im Garten des Anwesens einige hohe Tannen abgeknickt und zum Teil sogar entwurzelt hatte. Kommandant Martin Büche hatte diese Übung angesetzt und auch die Wehren aus Stühlingen und Wutöschingen dazu informiert.

Das Übungsobjekt war ein momentan leerstehendes Haus im Finkenweg. Wie das Szenario vorsah, konnte die Egginger Wehr diese Aufgaben nicht allein bewältigen und so wurden die Kameraden dazu gerufen. Pünktlich um 15 Uhr ging in Eggingen der Alarm via Sirenengeheul durch das Dorf und die Kameraden aus Eggingen übernahmen den ersten Angriff.

Dabei galt es vor allem, zwei Personen vom Dach des Anwesens zu retten. Dies geschah mit Hilfe der Steckleiter. Bedeutend schwieriger wurde es dann jedoch bei der Suche nach einer vermissten Person die sich im Innern des Gebäudes, das durch die starke Rauchentwicklung beträchtliche Sichtschwierigkeiten bot, gefunden werden musste. Hier mussten die Atemschutzträger ran und die bekamen besonders durch die Hitze, die im Freien durch den Frühsommertag eine Höhe von fast 30 Grad erreicht hatte eine Ahnung, wie der Ernstfall aussehen könnte. Erfreulich viele Zuschauer waren zum Ausführungsort dieser Übung, dem Finkenweg, gekommen und beobachteten die reibungslose Arbeit der Wehren.

Die Wangener Wehr hatte mit ihrem neuen MLF die Vertretung der Stühlinger Kameraden übernommen und traf schon zehn Minuten nach der Alarmierung in Eggingen ein. Sie stellten eine weitere Abteilung Atemschutzträger und richteten eine zusätzliche Wasserversorgung ein. Sie legten ihr besonderes Augenmerk auf den Schutz des Nachbarhauses.

Die Wutöschinger Kameraden trafen nach 13 Minuten in Eggingen ein und übernahmen den Löschangriff von der Landstraße aus. Sie arbeiteten sich durch das Gewirr von abgebrochenen Bäumen und entdeckten einen Verletzten der geborgen wurde. Alles in Allem verlief die Übung zügig und reibungslos und Kommandant Martin Büche bedankte sich bei den mitwirkenden Kameraden. Vizekommandant Kim Huber wies die Kameraden an, sich mit dem Wangener Fahrzeug vertraut zu machen, denn „Mauchen bekommt fast das gleiche Fahrzeug, sodass wir auch einmal mit Mauchen eine solche Übung veranstalten könnten.“

Bürgermeisterstellvertreter Holger Albicker hatte nur ein einziges Wort als Ansage dabei und das hieß „Danke“. Kommandant Büche lud die Kameraden im Anschluss an die Übung noch zu einem Umtrunk als Dankeschön ins Egginger Gerätehaus ein.