Der Verkauf von Weihnachtsbäumen in Eggingen wird es künftig nicht mehr geben. Dies beschlossen die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung. Revierförster Jürgen Boller-Berger unterrichtete die Gemeinderäte über den Vollzug des vergangenen Jahres im Gemeindewald und konnte von Einnahmen in Höhe von 73 261 Euro berichten. Diesen Einnahmen stehen jedoch Ausgaben von 64 474 Euro gegenüber, sodass ein Überschuss von 8787 Euro entstanden war.

Wie Boller-Berger mitteilte, war das Betriebsjahr bis zum 2. August ein relativ normales Jahr. Doch dann zog ein Tornado durch das Wutachtal und richtete im Wutöschinger Wald relativ große Schäden an, wobei Eggingen davon größtenteils verschont geblieben war. Im Januar wütete das Sturmtief „Burglind“ von dem auch Eggingen betroffen war und zwei kleinere Stürme folgten. Die Böden waren in dieser Zeit sehr nass und einige Bäume fielen sogar um.

Im Großen und Ganzen jedoch war es ein trockenes Jahr jedoch mit viel Käferholz. Wie Boller-Berger festhielt, „Sturmholz und Käferholz haben zum größten Teil die Arbeitszeit bestimmt“. So kam es auch zur Zurückhaltung beim Einschlag, Hiebe die nicht notwendig sind, wurden nicht eingeschlagen. Dies führte dazu, dass von den geplanten 2360 Festmetern nur 1648 Festmeter eingeschlagen wurden.

Ein ganz besonderer Punkt zum Thema Wald konnte Boller-Berger dazu noch den Gemeinderäten unterbreiten und dieser betraf die Grundschüler aus Eggingen. Diese hatten im Rahmen ihres Jahresthemas „Wald“ einige Aktionen im Egginger Wald unternehmen können die auch vom Revierförster und den Bauhofmitarbeitern begleitet worden sind. Neben dem Anpflanzen von jungen Bäumen, die von den Schülern sogar mit ihrem Namen als Paten versehen sind, durften sie auch bereits geschlagene Stämme messen und anzeichnen.

Voll in Aktion waren die Schüler der Grundschule Eggingen beim Bau von Sitzbänken zum Thema Wald, ihrem Jahresprogramm.
Voll in Aktion waren die Schüler der Grundschule Eggingen beim Bau von Sitzbänken zum Thema Wald, ihrem Jahresprogramm. | Bild: Lucia van Kreuningen

Der Höhepunkt für alle war jedoch die Herstellung von Sitzbänken. Hier war selbst der Revierförster erstaunt, wie die Schüler der Grundschule mitarbeiten konnten. Diese Sitzbänke durften natürlich mit zur Grundschule genommen werden und dienen dort jetzt zum Sitzen in der Pause. Der Weihnachtsbaumverkauf war ein weiterer Punkt dieser Abstimmung und zwar konnte Boller-Berger berichten, dass dieser in den vergangenen Jahren immer mehr zurück gegangen ist. „Lieber zahlen die Leute über 30 Euro für eine Nordmannstanne, als dass sie eine heimische Fichte bei der Gemeinde kaufen“. Auch Gemeinderätin Angela Rohr als Mitglied des Narrenvereins die die Bewirtung beim Verkauf übernommen haben, konnte dies bestätigen. Nach kurzer Diskussion entschieden sich die Gemeinderäte den Verkauf künftig einzustellen.