Im Wutachtal war am vergangenen Samstag bei strahlendem Sommerwetter Heiraten angesagt. Gleich zwei Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren im Wutachtal gaben ihren Partnern in der Kirche das Ja-Wort. In Eggingen führte Kim Huber seine Braut Carmen, deren Beruf Standesbeamtin ist, zum Traualtar und in Eberfingen gaben sich Anna Schneider und Lars Morath das Ja-Wort.

Kim Huber ist dabei stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Eggingen und Anna Schneider ist eine der drei Feuerwehrfrauen der Freiwilligen Feuerwehr Stühlingen Abteilung Eberfingen, ist Funkerin und im Feuerwehrausschuss. Dass die Feuerwehrkameraden bei diesen Ereignissen dabei waren, versteht sich von selbst.

Zwar gab es nur einige wenige, die der Trauzeremonien in der Kirche St. Gallus in Eggingen und in der Kirche St. Peter und Paul in Eberfingen direkte Anwesenheit zeigten, sie waren eher darauf bedacht, den Brautleuten nach der Trauung einen ganz besonderen Empfang zu bereiten. Spalier stehen, das war das eine, aber sie hatten noch einige Überraschungen vorbereitet.

Den Durchgang durch das Spalier aus Feuerwehrschläuchen hat das frisch getraute Ehepaar Anna Schneider und Lars Morath geschafft, aber die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stühlingen Abteilung Eberfingen hatten für ihre Feuerwehrfrau noch weitere Überaschungen.
Den Durchgang durch das Spalier aus Feuerwehrschläuchen hat das frisch getraute Ehepaar Anna Schneider und Lars Morath geschafft, aber die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Stühlingen Abteilung Eberfingen hatten für ihre Feuerwehrfrau noch weitere Überaschungen. | Bild: Lucia van Kreuningen

Zuerst mußten beide Brautpaare durch einen Ring aus Feuerwehrschläuchen, die mit Pressluft gefüllt waren, schreiten. Dann aber kam es für Kim Huber, der im Beruf Malermeister ist, ziemlich dick. Er mußte ein vorbereitetes Herz aus Sperrholz mit roter Farbe bemalen, während seine "Frau" mittels eines Baukrans in die Höhe gehoben wurde. Je länger der Malermeister brauchte, umso höher wurde seine Frau gehoben.

Diese musste der Frischgebackene Ehemann dann mit Hilfe der Feuerwehrleiter aus der Höhe befreien. Da hieß es: Erst absichern und dann in die Höhe steigen. Natürlich wurden dann beide wieder auf den Boden der Tatsachen gelassen, wo gemeinsam auf der Parkanlage vor der Kirche gefeiert wurde.

Während der frisch getraute Ehemann und Malermeister Kim Huber ein Herz bemalen musste, wurde seine Ehefrau in die Höhe gehoben. Diese musste dann in einer von den Feuerwehrkameraden ausgeheckten Einlage vom Ehemann befreit werden.
Während der frisch getraute Ehemann und Malermeister Kim Huber ein Herz bemalen musste, wurde seine Ehefrau in die Höhe gehoben. Diese musste dann in einer von den Feuerwehrkameraden ausgeheckten Einlage vom Ehemann befreit werden. | Bild: Lucia van Kreuningen

In Eberfingen hatten die Kameraden für ihre Feuerwehrfrau, die in ihrem eigentlichen Beruf Physiotherapeutin ist, neben Spalier stehen eine ganz besondere Aufgabe vorbereitet. Sie musste mit einem Wasserstrahl das kleine Feuerwehrhäuschen löschen und als ganz besonderen Gag öffnete sich die Tür und heraus kam ein kleines Feuerwehrauto.

Für den Wasserstrahl musste ihr frisch angetrauter Ehemann, von Beruf Maschinenbauer, sorgen, der durfte an der Handspritze seine Kraft beweisen.

Wasser marsch, dieses Kommando erfüllte die Eberfinger Feuerwehrfrau Anna Schneider gekonnt. Für den nötigen Druck sorgte ihr frisch angetrauter Ehemann Lars Morath aus der Handspritze.
Wasser marsch, dieses Kommando erfüllte die Eberfinger Feuerwehrfrau Anna Schneider gekonnt. Für den nötigen Druck sorgte ihr frisch angetrauter Ehemann Lars Morath aus der Handspritze. | Bild: Lucia van Kreuningen

Auch die Kameraden des SV Grafenhausen standen in Eberfingen Spalier und gratulierten dem Brautpaar. Dann wurde natürlich auch in Eberfingen zünftig gefeiert.