Man sieht sie selten persönlich, doch sind sie immer da und machen ihre Arbeit – still und gewissenhaft. Eine solche Person ist Brigitte Blatter aus Eggingen. Seit 1987 sorgt sie im Sportheim des SV Eggingen für Sauberkeit. Sie ist die Frau, die nach jedem Spiel oder Training, wenn alle längst schon wieder zu Hause sind, die Duschen, Toiletten und auch die Böden in der Vereinsgaststätte sauber hält.

Aus einem spontanen Angebot werden 30 Jahre

Dazu gekommen ist Brigitte Blatter, weil ihr Mann Jugendtrainer ist. „Ich wurde halt mal gefragt, dann hab ich ja gesagt und nun bleibt das halt so“, erzählt Brigitte Blatter. Inzwischen sind das nun schon mehr als 30 Jahre geworden. Im Schnitt ist sie rund drei Mal in der Woche für etwa drei Stunden im Sportheim und sorgt dort für Sauberkeit. Diese ist sprichwörtlich, denn die Sportanlage ist ein großes Aushängeschild für Eggingen. Ein Fußballfreak ist sie zwar nicht, doch schon ihre Söhne waren beim SV Eggingen dabei und auch ihr Mann.

Es gibt auch Ärger für die freiwillige Reinigungskraft

Eine Zeit lang hat er sogar die Frauenmannschaft trainiert und da hatte sie dann immer zugeschaut. Beim Fensterputzen hilft ihr auch ihr Mann, aber die Böden und sanitären Bereiche, das ist allein ihr Metier. Dabei kann sie sich auch schon einmal etwas ärgern, wenn die Stühle nicht hochgestellt sind oder sogar nach größeren Festen auch hin und wieder Scherben in den Ecken liegen. Da kommen dann Besen und Schaufel zum Einsatz und sie achtet streng darauf, dass keine Scherben übrig bleiben. Auch wenn in den Duschen etwas liegen bleibt, wird das gut sichtbar hingelegt, in der Hoffnung, dass die Besitzer ihre Sachen wieder finden.

Blumenstrauß als Dankeschön

Dabei konnte Brigitte Blatter auch schon feststellen, dass es früher nicht so schlimm war wie heute. Obwohl sie für ihre Arbeit beim SV Eggingen einen kleinen Lohn bekommt, so freut sie sich doch immer bei der Hauptversammlung, wenn der Vorsitzende ihr einen Blumenstrauß, verbunden mit Dankesworten, überreicht.

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