Weit mehr Interesse als für ein übliches Bauvorhaben hat die Bauvoranfrage zum Neubau eines Mehrfamilienhauses auf der Pfarrwiese östlich der Kirchstraße in Dogern in der öffentlichen Gemeinderatssitzung beim Gremium wie auch zahlreichen Besuchern ausgelöst. Dort soll mit Blick auf das Pfarrhaus ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit zehn Wohneinheiten und einheitlichem Satteldach realisiert werden wobei noch Details genau abzuklären seien.

Die Entscheidung

In der frühestmöglichen Planungsphase stellten Bernhard Maier von der Pfarrpfründestiftung der Erzdiözese Freiburg und Planer Ernesto Preiser das Vorhaben vor. Der Gemeinderat akzeptierte es nach eingehender Diskussion mit acht Ja-Stimmen, drei Nein-Stimmen und einer Enthaltung.

Die Hintergründe

Durch die momentane und bevorstehende Situation der Bildung immer größerer Einheiten bei den Pfarreien und den Priestermangel seien viele Pfarrhäuser nicht mehr notwendig. Mit dieser Situation erklärte Bernhard Maier die Absicht der Erzdiözese, das Dogerner Pfarrhaus zu veräußern. Gleichzeitig sei die anderweitige Nutzung der Pfarrwiese ins Auge gefasst worden, unter Berücksichtigung des von der Kirchenbehörde praktizierten Erbbaurechts.

Das Projekt

Das Bauvorhaben liegt im unbeplanten Innenbereich, weshalb der Gemeinderat nach der Regelung des Baugesetzbuchs über das Einvernehmen der Gemeinde zu entscheiden hat. Wenn auch vornehmlich die Kubatur des Baukörpers mit 31 Metern Länge diskutiert wurde, so führte zur Beurteilung der Bauvoranfrage vor allem die Anpassung an die Höhe der vorhandenen drei- und viergeschossigen Gebäude in der Umgebung. Die abschließende Prüfung, ob sich das Vorhaben in die Umgebungsbebauung einfügt, erfolgt durch die Baurechtsbehörde. Da das Grundstück nördlich der Parkplätze beim Friedhof liegt, befindet es sich im festgelegten Sanierungsgebiet „Ortsmitte“, weshalb eine gemeindliche Genehmigung erforderlich ist. Diese wurde mit der positiven Beurteilung der Bauvoranfrage in Aussicht gestellt.