Klimawandel und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Vegetation, die sich auf Äcker und Fluren bemerkbar machen, beschäftigen die Landwirte ebenso wie das Waldsterben und die Borkenkäferplage. Hinzu kommen immer mehr Auflagen, die von der Landwirtschaft erfüllt werden müssen. Zu allem kommt noch die Sorge um ausreichend Flächen, die notwendig sind um den Tierbestand zu erhalten und eine wirtschaftliche Betriebsführung ermöglichen. Über all diese Begebenheiten informierten sich die Dogerner Gemeinderäte auf dem Hölzlebachhof in Schadenbirndorf.

Weg zur besseren Wirtschaftlichkeit

Dieser einst von der Familie Binkert gegründete Hof wird ebenso wie der Hof der Familie Wagner am Rüttebuck in Dogern gemeinsam als Winkler-Hildenbrand GbR geführt. Schon Manfred Binkert der Vater der heutigen Betriebsleiterin Barbara Winkler hatte sich 2005 mit seinem Dogerner Kollegen Franz Wagner, dem Vater der heutigen Bäuerin Andrea Hildenbrand zur intensiven Zusammenarbeit auf den Weg zu besserer Wirtschaftlichkeit gemacht. Damals standen 75 Kühe im Stall. Im Vorjahr fand auf beiden Höfen der Generationswechsel statt, wobei die Erfahrung der einstigen Betriebsinhaber immer noch sehr geschätzt wird.

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Auf dem Hölzlebachhof stehen 230 Schwarzbunte Holsteiner im Stall. Ihr weiblicher Nachwuchs wächst im Alter von sechs Monaten bis zu zwei Jahren auf dem Hof in Dogern auf, wo rund 95 Prozent der Weideflächen um den Rüttebuck als Nahrungsquelle zur Verfügung stehen. Nicht nur die zum Schadenbirndorfer Hof gehörenden Flächen werden bewirtschaftet, sondern weitere extensive Weiden im Hotzenwald genutzt. Dabei dienen Ackerflächen wie auch Wiesen ausschließlich als Nahrungsquelle für die Tiere.

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„Unsere Biogasanlage wird nur mit Gülle und Mist, den Reststoffen aus der Nahrungsmittelerzeugung betrieben“, versicherte Norbert Winkler beim Rundgang über den Hof. Der gelernte Maschinenbautechniker, der zwischenzeitlich als Meister der Landwirtschaft eine weitere Ausbildung abschloss, hat mit dem Generationswechsel auf dem Birndorfer Milchviehbetrieb Mitverantwortung übernommen. Er, der selbst aus Dogern stammt, appellierte bei allem Verständnis für Wohnbauflächen an die Gemeinderäte: „Innen vor außen zu erschließen“. Derzeit angedachte neue Baugebiete könnten den Verlust von 3,6 Hektar landwirtschaftlicher Fläche und gleichzeitig eine spürbare Verminderung der Existenzgrundlage für den Tierbestand bedeuten.

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