In seiner letzten öffentlichen Sitzung dieses Jahres hat der Gemeinderat Dogener für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses die Gebäudeplanung in Hybridbauweise beschlossen und die Kostenschätzung zur Kenntnis genommen. Zuvor wurde dem Gremium das Energiekonzept vorgetragen. Vorgesehen ist eine gemeinsame Heizzentrale für den Bau der Feuerwehr wie auch des westlich davon gelegenen Kindergartens. Bei der von Fachplaner Roland Knaus erstellten Betrachtung verschiedener Varianten zeigte sich nach Abwägung der Vor- und Nachteile – Wirkungsgrad und vor allem auch der Investitions- und Energiekosten – , dass aus wirtschaftlicher Sicht die Versorgung durch eine Luft-Wasser Wärmepumpe und einem Gaskessel die vorteilhafteste Lösung sei.

Abgeraten wurde von einer Sole-Wärmepumpe allein schon wegen des hohen Bedarfs an notwendigen Bohrungen. Ebenso nicht in Frage kommt die Installation eines Pelletkessels, da hier für die entsprechende Bevorratung der Platz nicht ausreichen würde. Als ungünstig habe sich auch im Blick auf die Größe der vorgesehenen Technikzentrale die Installation eines Blockheizkraftwerkes und einem ergänzendem Gaskessel erwiesen, so der Fachplaner.

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Da die beschlossene Variante mit Ausnahme des Gaskessels zur Spitzenabdeckung eine rein strombasierte Anlagenkombination darstellt, wird durch die Eigenstromproduktion die Wirtschaftlichkeit maßgeblich erhöht. Aus diesem Grund beschloss der Gemeinderat die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 40KWp auf dem Dach des Feuerwehrgerätehauses. In dem Planungsvorschlag von Landschaftsarchitekt Christian Burkard wurde der Verzicht einer Brüstungsmauer zu Gunsten einer anzulegenden Böschung im Norden des Geländes dargestellt. Mit einer Baumreihe soll der östlich verlaufende Graben die Abgrenzung bilden. Oberflächenwasser soll in Versickerungsmulden geführt werden. Vorgesehen ist eine fußläufige Anbindung an den südlich verlaufenden Geh- und Radweg und das westlich gelegene Biotop kann durch eine kleine Holzbrücke erreicht werden.

Einblick in die Umplanungen

Architekt Frohwin Lüttin schilderte die durch verschiedene Ergänzungen erfolgte Umplanung des in Stahlbeton und Holzständerbauweise vorgesehenen Neubaus, der mit einer Holzfassade umgeben und einem Holzdach geplant ist. War man zu Beginn des Planungsprozederes von geschätzten Kosten von 3.051.517 Euro ausgegangen, so hatten sich diese bereits ein Jahr später durch die allgemeine Verteuerung auf 3.204.092 Euro erhöht. Zwischenzeitlich stand mit 3.968.362 Euro ein Betrag im Raum, der auch die optimale Einrichtung widergespiegelt habe. „Auch bei der Feuerwehr zeigt sich der Sparwille“, so Bürgermeister Fabian Prause in der Sitzung.

So dass die aktuelle Planung mit einfacherer und dennoch zweckmässiger Ausstattung derzeit Kosten von 3.687.219 Euro für den Neubau des Dogerner Feuerwehrgerätehauses verursacht.