Seit dem Jahr 2018 ist der Kindergarten Thema im Dogerner Gemeinderat. Das zwischenzeitlich beschlossene Konzept, einen siebengruppigen Kindergarten am östlichen Ortseingang zu bauen, bekam jetzt eine kleine räumliche Veränderungen. Gleichzeitig beschloss das Gremium auch in seiner öffentlichen Sitzung als Ergänzung des bisherigen Angebotes einen Waldkindergarten zu errichten.

Nicht zuletzt die geschätzten Baukosten, die sich vom Dezember 2019 mit 6.359.305 Euro auf einen Stand vom Februar 2021 auf 6.998.453 erhöhten, hatten den noch schärferen Blick der Verwaltung auf das Großvorhaben zur Folge. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine wie sie von Architekt Frohwin Lüttin bereits erarbeitete Veränderung des ursprünglich auf sieben Gruppen ausgelegten Gebäudes noch möglich“, so Bürgermeister Fabian Prause.

Gruppenräume für Mehrfachnutzung

Eine Bedarfsplanung hatte ergeben, dass die Betreuung mit bis zu 22 Krippenplätzen für Kinder unter drei Jahre und bis zu 90 Kindergartenplätzen Ü3 auch im reduzierten Platzangebot mit sechs Gruppen möglich sein wird. In der neuen Version zeigt sich das Gebäude etwas schlanker, Das Atrium wird wegfallen und bei allen Gruppenräumen, die auf eine Ganztagsbetreuung ausgelegt sein werden, ist eine Mehrfachnutzung denkbar.

Mit dem vorgesehenen Waldkindergarten soll keine Konkurrenz zu dem in kirchlicher Trägerschaft der Seelsorgeeinheit St. Verena Mittlerer Hochrhein befindlichen Betreuungsangebot für Kleinkinder in der Gemeinde entstehen.

Überlegungen der Verwaltung zu den Bedarfszahlen hatten gezeigt, dass mit dem sechsgruppigen Kindergartenneubau und dem eingruppigen Waldkindergarten mit maximal 20 Plätzen der Bedarf gedeckt werden kann. Mit diesem soll ein Wunsch einer Elterninitiative umgesetzt werden. Geplant ist, die neue Einrichtung in die Trägerschaft des DRK Kreisverbandes Waldshut zu geben.

Waldkindergarten – Start für 2022/23 geplant

Dessen Leiter Sozialer Dienste, Michael Guldi, schilderte seine Erfahrungen mit ähnlichen Einrichtungen. Er rechnet damit, dass der Waldkindergarten zum Start des Kindergartenjahres 2022/23 seiner Bestimmung übergeben werden kann. Für den notwendigen „Bauwagen“ und die entsprechende Infrastruktur werden Kosten zwischen 60.000 bis 90.000 Euro entstehen.

Auf die Betriebskosten von 125.000 Euro jährlich werden Elternbeiträge von etwa 25.000 Euro in Abzug gebracht, so dass auf die Gemeinde voraussichtlich jährlich ein Aufwand von 100.000 Euro zukommen wird.