Im Alter von nur 15,5 Jahren kam Salvatore Scalzo 1970 aus dem kalabrischen Girifalco an den Hochrhein, um sich beim damaligen Meister der Sedus-Holzfertigung im Werk in Waldshut vorzustellen. Auf die Idee kamen sein Vater und sein Bruder, die bereits bei „Stoll“ tätig waren. Schon am folgenden Montag begann der erste Arbeitstag für den jungen Mann, der vom 12. bis zum 15. Lebensjahr je einen halben Tag in der Schule und in einer Schlosserei verbrachte, in der es jedoch wenig Arbeit gab.

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Bei Sedus wurde Scalzo zuerst für einfache Arbeiten mit Holz eingesetzt, wofür er als Jugendlicher 2,75 DM Stundenlohn erhielt. Die italienischen Kollegen halfen ihm gerne, sich in der neuen Heimat zurecht zufinden. Die Familie Scalzo war fortan mit ihren sechs Kindern geteilt. Seine Mutter lebte mit einem weiteren
Bruder und einer Schwester in Girifalco, sein Vater, zwei weitere Brüder und eine Schwester lebten in Kiesenbach.

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Damit er einen kürzeren Weg zum Arbeitsplatz hat, wurde das Multitalent Savatore Scalzo in die Polsterei nach Dogern versetzt, wo er zuerst im Stoffzuschnitt und bei Klebearbeiten eingesetzt wurde. Nach und nach erlernte er das Polsterhandwerk, dem er bis heute treu geblieben ist.

Salvatore Scalzo lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern am Hochrhein, den er als seine Heimat bezeichnet, seine Freizeit verbringt er mit Wandern oder im italienischen Verein. Sein Zuhause ist jedoch nach wie vor Girifalco, das er regelmäßig mit einem Fernbus ab Zürich erreicht. Dort besitzt er ein Haus, in dem es immer viel zu tun gibt.

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