Alexander Papasoglou und Tanja Horyna haben die Weihnachtstage im Ahrtal verbracht, um dort ihre Hilfe und Unterstützung anzubieten. Der Elektromaschinenbaumechaniker und die Vertriebsspezialistin waren am Ersten Weihnachtstag voll bepackt mit 1000 Meter Elektrokabel und jeder Menge Haushaltsartikeln aus Plastik in Richtung Walportsheim gestartet.

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Dort war der Initiator des privaten Hilfseinsatzes fünf Tage im Zelt der Elektroseelsorge, wo auch während der Feiertage Helfer im Einsatz waren. Seine Partnerin übernahm Küchendienste, um in den Versorgungsstationen Entlastung für solche Personen zu bringen, die durch ihren Dauereinsatz an die Grenzen der eigenen Kraft kommen. Bei den Elektroseelsorgern war die Arbeitskraft der Dogerner sehr gefragt.

Kindergarten mit Strom versorgt

Bautrockner, Pumpen, Bohrmaschinen Stemmhämmer und viele andere Geräte von Betroffenen konnten in dieser Zeit repariert und wieder in Betrieb genommen werden. Zudem hat der Dogerner geholfen, einen Kindergarten, die bescheidene Unterbringung einer älteren Dame und eine Pension wieder mit Strom zu versorgen.

Dort, wo Straßen und Verkehrswege weggespült oder für Autos unpassierbar wurden, sind die von Alexander Papasoglou organisierten Roller ...
Dort, wo Straßen und Verkehrswege weggespült oder für Autos unpassierbar wurden, sind die von Alexander Papasoglou organisierten Roller die ideale Alternative. Bild: Privat | Bild: Privat

Die beiden Dogerner waren durch einen Internetaufruf schon im Herbst auf die „Helferwerkstatt“ in Walportsheim aufmerksam geworden. Dort sind regelmäßig bis zu 15 Freiwillige aus ganz Deutschland im Einsatz. Als Mechaniker für Zweiräder gesucht wurden, fühlte sich Alexander Papasoglou direkt angesprochen. Seine Idee, Roller und Mopeds zu organisieren, fiel in seinem Kollegenkreis auf fruchtbaren Boden. In der Freizeit haben er und seine Kollegen geschraubt, Ersatzteile ausgetauscht und zehn fahrbare Untersätze in einen einwandfreien Zustand versetzt, mit denen die erste Fahrt ins Ahrtal ging.

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„Niemand kann sich das Elend vorstellen, das wir gesehen haben“, sagt Papasoglou. Im dortigen „Baustoffzelt Kaiser“, das nach einem der sehr engagierten Helfer benannt ist, erfuhren die beiden Dogerner, dass dringend Wandfarbe benötigt würde. Nach dem das eigene Budget ausgereizt war, warb Alexander Papasoglou um Patenschaften für die Farbeimer. So kamen 96 Farbgebinde und jede Menge Zubehör zusammen.

Betroffene kämpfen mit den Tränen

Beeindruckt hat die beiden die gute Organisation und Verteilung der Farben und die Dankbarkeit der Betroffenen, die die eine oder andere Träne unterdrücken mussten. Bereichernd für das engagierte Paar aus Dogern seien aber auch die persönlichen Kontakte mit Gleichgesinnten aus ganz Deutschland gewesen. Der Arbeitseinsatz habe Alexander Papasoglou und Tanja Horyna derart geprägt, dass sie erneut einen Arbeitseinsatz planen.

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