Heinrich Dold, der über die Grenzen von Dogern hinaus sehr bekannt ist, feiert am 21. März seinen 80. Geburtstag. Aufgrund seiner früheren beruflichen Tätigkeit und seines engagierten Interesses sowie seiner Verbundenheit mit der Heimatgeschichte hat sich der Kreis internationaler persönlicher Kontakte in den vergangenen Jahrzehnten ständig erweitert. Der gebürtige Waldshuter wuchs mit sechs Geschwistern auf. In der damaligen Zimmerei Hermle gegenüber dem Krankenhaus erlernte er den Beruf des Zimmermanns.

Handwerkliches Können

Eigentlich wollte der junge Geselle 1958 die Welt „auf der Walz“ erkunden, doch wurde sein handwerkliches Können beim Hausbau des Vaters benötigt. Fünf Jahre später legte Heinrich Dold die Meisterprüfung ab und weitere vier Jahre später folgte in Dogern der Schritt in die Selbstständigkeit. Zunächst war die Werkstatt in der Dorfmitte angesiedelt, ehe 1974 der Neubau im Dogerner Gewerbegebiet West bezogen werden konnte.

Vorliebe für historische Holzbauten

Schon immer hatte der Jubilar eine Vorliebe für historische Holzbauten, was auch dazu führte, dass er sich auf diesem Fachgebiet im Jahr 1986 die Zusatzqualifikation eines geprüften Restaurators erwarb. Bis heute ist der Rat des vor Jahren von der Handwerkskammer Konstanz zum Sachverständigen ernannten Zimmermeisters immer noch sehr geschätzt.

Zahlreiche renovierte Bauwerke wie auch die Zwiebelhaube des Dogerner Kirchturms und zahlreiche andere in der Region zeugen von seinem handwerklichen Können. Auch die „Alte Mühle“ in Dogern wurde nach umfangreichen Renovierungsarbeiten zum heutigen Familiensitz.

Weit mehr als ein Hobby ist die Begeisterung von Heinrich Dold für die Heimatgeschichte. Nicht erst seit dem Eintritt in den Ruhestand 2006 widmet der sich mit größtem Einsatz im Besonderen der Historie der ehemaligen Einung Hauenstein. Über Jahrzehnte stand er, dessen Engagement im Jahr 2018 mit der Verleihung der Staufermedaille gewürdigt wurde, als Redmann an der Spitze der Historischen Einungsmeisterversammlung.

Vornehmlich ist es sein Verdienst, dass im Dogerner Gasthaus „Hirschen“ die Einungsstube und Waffenkammer eingerichtet werden konnte. Auch die Erneuerung verschiedener historischer Wandbilder geht auf seine Initiative zurück. Heinrich Dold, der sich die Aufzeichnungen historischer Gebäude in Buchform vornahm, hat sich im Erforschen der Heimatgeschichte und deren Erhalt für die kommenden Generationen noch viel vorgenommen.