Keine Proben, keine Veranstaltungen, keine Sitzungen, keine Aktivitäten der Jugendfeuerwehr und keine Gruppenstunden für die Jüngsten. Auch bei der Feuerwehr Dogern ist es im Moment ruhig. Die Abteilung folgt den Empfehlungen des Kreisbrandmeisters im Umgang mit dem Coronavirus. Für einige, besonders für den Kommandanten Andreas Rogg, gibt es dennoch einiges zu tun. Und er versichert, dass seine Wehr trotz allem bereit ist, wenn‘s brennt.

Einsatz im Bürgerwaldtunnel

„Alle sind fit“, sagt Rogg. Dass seine Leute auf den Punkt parat sind, haben sie beim jüngsten Brand im Bürgerwaldtunnel in Tiengen bewiesen, zu dem auch die Einsatzkräfte aus Dogern gerufen wurden. Bis dahin habe es in diesem Jahr wenige Einsätze gegeben, beschreibt Rogg am Telefon. Mitte April ein Verkehrsunfall, eine Brandmeldeanlage wurde Mitte Mai ausgelöst, und zehn Tage später mussten die Wehrleute eine Tür öffnen.

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Die Gesundheit geht vor. So verzichtet auch die Dogerner Wehr auf die Proben. Wichtig ist, dass sich keiner infiziert. „Es wäre schlimm, wenn die Wehr in Quarantäne müsste“, betont der Kommandant. Die Einsatzkräfte sollen bereit sein, wenn es ernst wird. Trotzdem vermisst Rogg die Übungseinheiten. „Mir fehlt der Kontakt zu den Kollegen, die Kameradschaftspflege. Es fehlt uns allen, das ist echt schwer.“

Seit Ende Februar keine Proben

Die vorerst letzte Probe war Ende Februar. Rogg: „Wir treffen Absprachen über E-Mail oder Whatsapp.“ Mit einem Augenzwinkern verrät er: „Was die Leute gelernt haben, verlernen sie nicht so schnell.“Bei allem Bedauern ist der Kommandant froh, dass es in seiner Abteilung bisher keine Corona-Verdachtsfälle gegeben habe.

Die Gerätewarte nutzen die Zeit

Der Betrieb ruht nicht komplett. Die Gerätewarte nutzen die Zeit. Sie reparieren, bauen um. Und Rogg ist mit administrativen Aufgaben beschäftigt. Das Kommando ist in die Planung des neuen Feuerwehrgerätehauses eingebunden. Eine erste Sitzung mit Bürgermeister und Bauausschuss hat bereits stattgefunden.

Der alte Tanker wird ersetzt

Parallel laufen die Verhandlungen für ein neues Fahrzeug, das den mittlerweile 34 Jahre alten Tanker ersetzen soll. Rogg: „Die Maßnahme ist schon länger geplant, alles ist aber abhängig von den Landeszuschüssen.“ Wird der Zuschuss bewilligt, soll das Fahrzeug Ende des Jahres bestellt werden.

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Die Dogerner Wehr verfügt über eine Nachwuchsabteilung mit 40 Kindern und Jugendlichen. Das soll so bleiben. Deshalb hofft Rogg, dass bald wenigstens wieder in kleineren Gruppen mit neun Wehrleuten und einem Ausbilder geprobt werden kann.