Der Verein zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein hat mit Landrat Martin Kistler ein neues Ehrenmitglied.

Zur Hauptversammlung im Dogerner Bürgersaal begrüßte der Vorsitzende Leopold Freiherr von Schönau-Wehr eine Reihe der insgesamt 153 Mitglieder. Unter ihnen war auch der ehemalige Regierungspräsident Norbert Nothelfer, der in seiner Laudatio in sehr persönlichen Worten Martin Kistler als Nachfahre des legendären Landvogts bezeichnete. Er bringe sämtliche Voraussetzungen mit, um die mit der Ehrenmitgliedschaft verbundene Nähe zum Verein zu rechtfertigen.

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In Dogern geboren und aufgewachsen habe Kistler, der später zum Gemeinderat seiner Heimatgemeinde gewählt wurde, Bürgermeisterstellvertreter war und seit 2014 Landrat ist, den Vergleich der Einungsverfassungen zum Inhalt seiner Doktorarbeit gemacht. Dabei sei dem „geborenen Hauensteiner“ die Definition von Legende und Historie sehr bedeutsam.

Der am Tag des Heiligen Adreanus (9. September) mit dem Ehrenbrief ausgezeichnete Martin Kistler, der als aktiver Laienspieler schon bei dem Stück „Der Kaiser kommt“ in Erscheinung trat, sehe es als wichtigen Auftrag, die Historie lebendig zu erhalten und an kommende Generationen weiterzugeben. „Schließlich dient die Geschichte dazu, daraus Schlüsse zu ziehen für die Zukunft“, so Martin Kistler.

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Trotz der Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen konnte der Verein verschiedene Aktionen durchführen, vor allem Baumpflanzungen und Baumpflege. Als wichtig erachtet wurde das Goldwaschen im Rhein, das vor Kurzem beim Dogerner Kinderferienprogramm angeboten wurde. Mit dieser Aktion könne die kommende Generation auf die Geschichte aufmerksam gemacht werden. Während in der Einungsmeisterstube in Dogern Führungen stattfinden konnten, wird die Führung auf der Hauensteiner Burg auf das kommende Jahr verschoben.

Mit einer ökumenischen Feier soll in Dogern am 2. Oktober die Einweihung des neuen steinernen Denkmals bei den zwei Friedenslinden erfolgen. Dank für sein besonderes Engagement im Verein und darüber hinaus galt dem stellvertretendem Vorsitzenden Heinrich Dold, der in St. Paul weilte und hofft, dass von dort aus das Interesse und die Verbindungen nach „Vorderösterreich“ wachsen werden.

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Mit einem Kurzvortrag von Wolfgang Wolpert über das Wappen von Kaiser Karl V. endete die Hauptversammlung.