Mit der Einführung des Neuen Kommunalen Haushaltsrechts zum 1. Januar 2019 hatte die Gemeinde Dogern die Eröffnungsbilanz zu erstellen. Rechnungsamtsleiter Stefan Schlachter schilderte dem Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung detailliert die Zahlen der Bilanzsumme in Höhe von 23,3 Millionen Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Dabei entfallen auf das Anlagevermögen 17 Millionen, auf das Finanzvermögen 5.9 Millionen und die als Abgrenzungsposten gebundenen 534.433 Euro. Auf der Passivseite teilt sich die Bilanzsumme auf in 18.2 Millionen Eigenkapital und 5.2 Millionen Euro Fremdkapital.

Den Überblick über die derzeitige finanzielle Situation der Gemeinde legte Rechnungsamtsleiter Stefan Schlachter vor. Er ist seit dem 1. Mai dieses Jahres im Amt.
Den Überblick über die derzeitige finanzielle Situation der Gemeinde legte Rechnungsamtsleiter Stefan Schlachter vor. Er ist seit dem 1. Mai dieses Jahres im Amt. | Bild: Lins

Dabei erfuhren die Gemeinderäte die Bewertungsgrundsätze und wunderten sich, dass neben bebauten und unbebauten Grundstücken, Mauern und die kleinsten im Gemeindebesitz befindlichen Brücken ebenso einzuschätzen waren wie Gemeindestraßen. Einstimmig akzeptierte die Ratsrunde die vorgelegte Eröffnungsbilanz 1. Januar 2019.

Das könnte Sie auch interessieren

Kaum jemand hatte wirklich erwartet, dass zum Ende des ersten Halbjahres 2020 die von Stefan Schlachter vorgelegten Zahlen Optimismus verbreiten könnten. Unter dem Strich sprach Bürgermeister Fabian Prause von „keinen schönen Zahlen“. Diese sind nur in Einzelfällen der Corona-Krise geschuldet und spiegeln einfach die Finanz-Entwicklung der Kommunen allgemein. Hatte man ursprünglich mit 1,8 Millionen Gewerbesteuereinnahmen gerechnet, so könnte sich diese Zahl bis zum Jahres Ende sogar halbieren. Mit 187.700 Euro rückläufig sind auch die Einkommensteuer-Anteile. Aus dem Kindergarten-Betrieb fehlen 248.000 Euro Einnahmen.

Das könnte Sie auch interessieren

Hatte der Ergebnis-Haushalt im Ansatz ein Plus von 122.815 ausgewiesen, so steht im Jahresmittel jetzt ein Minus von 745.350 Euro. „Vorrangiges Thema wird sein, wie es zu schaffen ist den Ergebnishaushalt auszugleichen“, so Bürgermeister Fabian Prause. Sein Appell lautete alles zu hinterfragen und Investitionen auf Folgekosten zu überprüfen. Projekte, die geplant sind und vor der Umsetzung stehen, werden weitergeführt. Mit berechtigtem Optimismus auf einen möglichen Zuschuss zum Kindergartenneubau wird die Maßnahme angegangen. „Wir müssen sensibler werden mit den Ausgaben“. Weder Bürgermeister noch Rechnungsamtsleiter wollten von einer Haushaltssperre reden aber die Möglichkeit eines Nachtragshaushaltes realistisch sehen.