Im festlichen Rahmen ist die Gemeinde Dogern in den Kreis der Fair-Trade-Kommunen aufgenommen worden. Bürgermeister Fabian Prause freute sich, bei dem Festakt viele Besucher begrüßen zu können, unter ihnen den Fair-Trade Ehrenbotschafter Manfred Holz. Für einen musikalischen Rahmen sorgte ein Bläserensemble der Musikschule Südschwarzwald unter der Leitung von Eckhard Kopetzki.

Mit einem ökumenischen Wortgottesdienst eröffnete Pfarrer Wieland Bopp-Hartwig die Veranstaltung. „Dogern wird Fair-Trade-Gemeinde, ein schöner Anlass, miteinander einen Gottesdienst zu feiern“, sagte er. Es werde Zeit, die Menschen wach zu machen für den Gedanken der Gerechtigkeit und Fairness, in einer Welt, in der die sozialen Missstände und Ungerechtigkeiten oft mit den Händen zu greifen seien. „Daher ist es wichtig, dass es Gemeinden gibt, die diesen Gedanken unterstützen und umsetzen.“ Die Initiative Fair Trade (fairer Handel) setze bereits seit Jahren Kräfte frei und habe zu einem geballten Engagement für den fairen Handel geführt.

Vorbildlich

Manfred Holz bestätigte: „Die Gemeinde Dogern hat vorbildlich gehandelt und mit Bravour die erforderlichen Kriterien umgesetzt. Einen wesentlichen Anteil daran habe die Steuerungsgruppe der Gemeinde gehabt. Solidarität müsse für alle wieder zu einem festen Begriff werden, mit dem Ziel, die Armut in der Welt zu lindern und die Menschen zu motivieren, Produkte mit dem Fair-Trade-Siegel zu kaufen. Dabei gelte es, den Umsatz dieser Produkte zu steigern und damit den Menschen vor Ort bessere Verdienstmöglichkeiten zu bieten. Die wichtigsten Produkte seien Kaffee, Bananen und Blumen, aber auch viele andere Artikel, darunter auch Kleidung. „Dogern ist ab heute in der Champions-Leage, zusammen mit 141 anderen Gemeinden in Baden-Württemberg“, so der Botschafter.

Kleine Schritte leisten wichtigen Beitrag

Fabian Prause erinnerte an den einstimmigen Beschluss des Gemeinderats im September 2019, sich für den fairen Handel stark zu machen. „Vieles wurde seitdem getan, um den Fair-Trade-Gedanken in das Bewusstsein der Menschen zu bringen und den Gedanken in der Praxis umzusetzen. „Es geht uns nicht darum, die Welt zu verbessern“, sagte er, „aber es gibt viele kleine Möglichkeiten, die sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen und wir wollen damit einen kleinen Beitrag leisten, die Welt ein Stück weit besser zu machen.“ Die Gemeinde hätte bereits vieles getan, „aber wir müssen noch mehr tun und viele Partner mit ins Boot nehmen“. Wichtig sei auch, dass die Steuerungsgruppe gestärkt werde und Zuwachs bekomme. Ein wichtiger Gesichtspunkt sei auch, beim nächsten Einkauf etwas tiefer ins Regal zu schauen, „denn alles, was wir kaufen, gibt es auch fair, gibt es regional“. Damit habe jeder die Möglichkeit, Gutes zu tun und einen persönlichen Beitrag zu leisten.