Mit dem neuen Betriebskostenvertrag mit der Seelsorgeeinheit Mittlerer Hochrhein St. Verena für den katholischen Kindergarten St. Clemens lehnt sich die Gemeinde Dogern an den Mustervertrag des Städte- und Gemeindetags Baden-Württemberg an. Nach der vorausgegangenen Sitzung stand nun der Vertragsabschluss erneut auf der Tagesordnung des Gemeinderats.

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Die Umstände, die eine erhöhte Kostenbeteiligung der Gemeinde am Betrieb des kirchlich geführten Kindergartens notwendig machen, schilderte Mario Isele als Geschäftsführer der Kindergärten in der Verrechnungsstelle Stühlingen und als Vertreter des Stiftungsrates der Kirchengemeinde dem Gemeinderat. Dieser schloss sich mit einer Gegenstimme dem Vorschlag der Verwaltung an.

Gemeinde muss Löwenanteil tragen

„Die Kirchengemeinde erreicht in diesem Jahr bereits ein Minus von 183.000 Euro im Kindergartenbereich. Die Kostenübernahme muss künftig auf die Höhe der Schlüsselzuweisungen aus der Kirchenbehörde gedeckelt werden. Höhere Anteile sind aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde nicht finanzierbar“, legte Mario Isele in seiner Erklärung zur Neuregelung des Betriebskostenvertrages dar. Dieser sieht für das kommende Jahr einen Kostenanteil der Seelsorgeeinheit von 64.521 Euro oder 6,8 Prozent an den Betriebskosten vor. Dies sind 30.000 Euro weniger als im bisherigen Vertrag vereinbart. In der Summe heißt dies für die Gemeinde Dogern, dass 881.288 Euro oder 93,2 Prozent der Betriebskosten von der politischen Gemeinde zu tragen sind. Zusätzlich wurde in den Vertragsentwurf aufgenommen, dass die bislang noch nicht getätigten Abschreibungen an von der Gemeinde geleisteten Investitionen im Kindergarten wieder in die Gemeindekasse zurückfließen.

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Bürgermeister Fabian Prause lobte das bisher sehr gute Verhältnis zum Kindergartenträger. Er zeigte sich optimistisch, dass sich Verkaufsabsichten wie des Dogerner Pfarrhauses und auch der bisherigen Kindergartenliegenschaft mit der Kirchengemeinde einvernehmlich regeln lassen.

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