Im Dogerner Neubaugebiet Obere Hatteläcker II wird es keine zentrale Wärmeversorgung geben. Der Gemeinderat beschloss dies am Dienstag bei einer Gegenstimme. Damit wird auf eine kommunale Wärmeplanung auf Basis der sogenannten Kalten Nahwärme verzichtet. Es bleibt den jeweils selbst überlassen, welche Art der Wärmeerzeugung sie realisieren wollen.

Fest steht hingegen, dass es in dem sich nach Westen hin ausdehnenden Baugebiet keine Gasleitung geben wird. Die Badenova AG als Inhaber der Gaskonzession hat bereits ankündigt, keine Neubaugebiete mehr zu erschließen.

Bereits seit mehreren Monaten beschäftige sich die Gemeindeverwaltung Dogern mit dem Bebauungsplan und der Erschließungsplanung. „Ziel muss es sein eine weitestgehend klimaneutrale Wärmeerzeugung in diesem Gebiet zu erreichen“, versicherte Bürgermeister Fabian Prause.

Das könnte Sie auch interessieren

Detailliert stellte Jörg Weyden von der Energieagentur Südwest das Pro und Contra für eine zentrale Wärmeversorgung ebenso vor wie die an Hand bisheriger Zahlen zu erwartenden Kosten. Unübersehbar zu einer Verzögerung in der Realisierung des neuen Baugebietes führen würden eine Reihe von Vorgaben, die auch einen zusätzlichen finanziellen Aufwand nach sich ziehen würden, so Weyden. Hätte sich der Gemeinderat für eine kommunale Wärmeplanung entschieden, hätte dies vor Abschluss des Bebauungsplanes und der Erschließungsplanung erfolgen müssen. Darüber hinaus hätte der Betrieb eines wirtschaftlich geführten Wärmenetzes zu einem Anschlusszwang geführt.

Die Gemeinde Dogern als Eigentümerin des geplanten Baugebietes Hatteläcker II hat sich als Ziel gesetzt, hier eine weitestgehend ...
Die Gemeinde Dogern als Eigentümerin des geplanten Baugebietes Hatteläcker II hat sich als Ziel gesetzt, hier eine weitestgehend klimaneutrale Wärmeerzeugung zu erreichen. | Bild: Doris Dehmel

Ohne Einwände akzeptierte der Gemeinderat die von Andree Binninger von Tillig Ingenieure vorgetragene Verkehrs- und Erschließungsplanung. Mit einem weiterentwickelten Entwurf mit vertiefter Planung und einer Kostenschätzung wird sich der Gemeinderat in der zweiten Jahreshälfte ein weiteres Mal befassen.

Das Baugebiet

Vorgesehen ist die Haupterschließungsstraße auf 5,50 Meter, die Nebenstraßen auf 5 Meter und die sogenannte Spielstraße auf 4,10 Meter auszubauen. An das bestehende Netz des östlich gelegenen Wohngebietes wird die Trinkwasserversorgung in einer Ringleitung angelegt. Die Entwässerung der Baufläche erfolgt im Trennsystem. Für die Ableitung des Schmutzwassers ist der Anschluss an den Abwasserkanal in der Albbrucker Straße nutzbar.

Für die Entsorgung des Oberflächenwassers haben die Hausbesitzer auf den eigenen Grundstücken durch Nutzung verschiedener Versicherungssysteme selbst zu sorgen. Darüber hinaus wird das Oberflächenwasser über eine belebte Bodenschicht der Versicherung zugeführt. „Die Baugrunduntersuchung für die Versicherungsanlage“ brachte positive Ergebnisse“, versicherte Binninger.