Dogern Wandbild erinnert an die Einkehr Kaiser Joseph II. im Jahr 1777 im Gasthaus Hirschen

Viel politische und adelige Prominenz bei feierlicher Enthüllung des historischen Wandbildes. 1777 zog der Kaiser mit großem Gefolge in Dogern ein und verbrachte eine Nacht im Gasthaus "Zum Hirschen". Markgraf von Baden unter den Gästen. Alt-Regierungspräsident Norbert Nothelfer jetzt Ehrenmitglied der Vereinigung historischer Einungsmeister.

Zu einem Festakt hatte die Vereinigung historischer Einungsmeister nach Dogern eingeladen. Und zwar vor das Gasthaus „Zum Hirschen“. Zu Gast waren Vertreter aus der Politik und dem europäischen Hochadel. Im Mittelpunkt stand die feierliche Enthüllung des neuen Wandbildes und einer Inschrift an der Fassade des historischen Gasthauses.

Das Bild erinnert an die Einkehr des Habsburger Kaisers Joseph II. (1741 – 1790) im Gasthaus Hirschen und zeigt einen Sechsspänner mit dem Kaiser und seinen Gefolgsleuten. Es wurde von Ernst Baumgartner aus Todtmoos entworfen und ausgeführt. Dazu kam eine Inschrift auf der linken Fassadenseite mit diesem Wortlaut: „Am 28. Juli anno 1777 kehrte Joseph II., Kaiser von Österreich-Ungarn, auf seiner Heimreise von einem Besuch bei seiner Schwester Marie-Antoinette, Königin von Frankreich, beim Hirschenwirt und Redmann der Hauensteiner Einungen, Conrad Ebner, in Dogern ein. Ihm schenkte der Kaiser beim Abschied ein persönliches Porträt.“ Außerdem wurde eine Chronik des Gasthauses enthüllt mit der Überschrift „Vom Dinghof zum Hirschen“.

Alt-Einungsmeister Heinrich Dold freute sich, zahlreiche prominente Gäste begrüßen zu können, unter ihnen Bürgermeister Matthias Guthknecht, Landrat Martin Kistler, Landtagsabgeordneter Felix Schreiner (CDU) und Norbert Nothelfer, früherer Regierungspräsident. Als Vertreter des Adels begrüßte er Markgraf Max von Baden mit Gattin Valerie, sowie die Baronin und den Baron von Wessenberg, dessen Familie zahlreiche Güter in Dogern besaß. Durchs Programm führte als kommissarischer Redmann Claus Tröndle, für die passende Musik sorgten die Salonmusiker aus Obermettingen, die in historischen Gewändern Kompositionen von Johann Strauß spielten.

Köstlich in Szene gesetzt wurde der Einzug des Kaisers mit Klaus Reiner in der Rolle des Monarchen und den Sängern des Männerchores Dogern in Mönchsgewändern. Dann kamen die Gäste zu Wort. Bürgermeister Matthias Guthknecht stellte fest: „Mit diesem Wandbild ist Dogern um eine Sehenswürdigkeit reicher geworden.“ Felix Schreiner: „Der Festakt erfüllt die Fassadenbilder mit Leben.“ Landrat Martin Kistler: „Mit der Veranstaltung wird die Geschichte wieder lebendig“.

Baron von Wessenberg sagte unter anderem: „Wir fühlen uns heute nicht mehr als Aristokraten, uns liegt heute vor allem die Verbreitung des europäischen Gedankens am Herzen.“ Für seine Verdienste um die Vereinigung wurde Norbert Nothelfer von Einungsmeister Werner Rautenberg zum Ehrenmitglied ernannt. Nothelfer revanchierte sich mit einem großen Lob für den Verein und seinem Ehren-Redmann Heinrich Dold: „Er ist einer, der auch in Zukunft für Unruhe sorgen wird, aber Unruhe im positiven Sinne.“

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