Wenn andere Vereine ihre Jubiläums-Vorbereitungen momentan auch ruhen lassen müssen und hoffen, dass die Anlässe in diesem Jahr noch stattfinden können, so ist die Situation beim „Verein zur Förderung der Geschichte der ehemaligen Grafschaft Hauenstein„ noch etwas entspannter. Mit unterschiedlichen Anlässen soll 2021 das Jubiliäum „650 Jahre Hauensteiner Einungen„ gefeiert werden.

„Ein Festbankett im März in Dogern soll das Festjahr eröffnen“, so Redmann Gerhard Neugebauer. Sein Verein möchte mit traditionellen Anlässen aber auch neuen Ideen in den acht Einungen alle Generationen ansprechen und auf die Historie aufmerksam machen.

In Anwesenheit der Bürgermeister oder deren „Abgesandten“, die sich auch über die Exponate der Waffenkammer und die reichhaltige Sammlung informierten, wurde in der Einungsmeister-Stube im „Hirschen“ in Dogern Landrat Martin Kistler als „Waldvogt“ vereidigt, ehe er als solcher dem Redmann Gerhard Neugebauer den Schwur abnahm. So wie jener Abend war auch die 11. Hauptversammlung des Vereins noch vor dem Versammlungsverbot erfolgt.

Bei den Wahlen ergaben sich im Team um den Vorsitzenden Leopold, Freiherr von Schönau-Wehr kleinere Veränderungen. Neuer Schriftführer ist Joachim Keller und neuer Protokollführer Klaus Martin. Einen Teil der Kassengeschäfte übernahm Max Kefer. Die historisch interessierten Mitglieder erfuhren im spannenden Vortrag von Thomas Mutter aus St. Blasien viel Interessantes über das Ende des Klosters St. Blasien und den Neuanfang in St. Paul in Kärnten.

Man hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, am 23. April die Einungsmeister-Versammlung abhalten zu können. Der Verein zählt derzeit 156 Mitglieder. 2021 soll die Einungsmeister-Wahl in Görwihl mit einer Bischofsmesse verbunden werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Hauptversammlung hat noch vor dem amtlich angeordneten Verbot von Vereinsversammlungen stattgefunden.