Die Pfadfinder aus Dogern haben sich erneut an der 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) beteiligt und dabei u.a einen Waldlehrpfad und eine öffentliche Grillstelle angelegt. Das bedeutete unter anderem: Bäume fällen, Erdreich abfahren und Zement anrühren. „Die Jungs und Mädchen haben ganz schön geschuftet“, so Gruppen-Leiter Pierre Öschger.

Waldlehrpfad

Der Pfadfinder-Stamm Sankt Clemens aus Dogern, mit etwa 50 aktiven Mitgliedern, beteiligte sich mit 15 Jugendlichen an der Aktion. Die zwischen 15 und 25 Jahren alten Helfer widmeten sich an den drei Tagen mehreren Aufgaben: Neben dem Anlegen einer Grillstelle mit Sitzgelegenheit und eines Waldlehrpfads stand auch der Bau eines Insektenhotels und eines „Wald-Xylofons“ für das örtliche Familienzentrum auf dem Plan.
Pierre Öschger, Leiter der Jugendgruppe, verriet, dass es unterschiedliche Gründe für die Auswahl der Projekte der Pfadfinder gibt.

Grillplatz

Die fertige Grillstelle, die die Pfadfinder Dogern im Rahmen des 72-Stunden-Projekts angelegt haben.
Die fertige Grillstelle, die die Pfadfinder Dogern im Rahmen des 72-Stunden-Projekts angelegt haben. | Bild: Katharina Schlegel

„Mit einer neuen Grillstelle kann die bisher leere Fläche im Wald sowohl für die Pfandfinder-Gruppen als auch für die Öffentlichkeit sinnvoll genutzt werden.“ Beispielsweise könnten so Gruppenstunden oder zusätzliche Treffen der Pfadfinder an diesem Platz stattfinden. Der Waldpfad mit Lehrtafeln zum heimischen Ökosystem soll laut Pierre Öschger das Interesse und Wissen über den Wald bei Wanderern und Spaziergängern fördern. „Die Tafeln sind in einfacher, leicht verständlicher Sprache verfasst, damit sie sowohl Erwachsene als auch Kinder ansprechen.“ Das Insektenhotel biete einen geschützten Nistplatz für die Insekten des Waldes, ganz besonders für Bienen.

Insektenhotel

Matthias Guthknecht zeigt der Pfadfinderin Ariana Gottstein, auf was sie beim Bau eines Bienen- und Insektenhotels achten muss. Das Bienenhotel soll nahe der neu angelegten Grillstelle im Wald aufgestellt werden.
Matthias Guthknecht zeigt der Pfadfinderin Ariana Gottstein, auf was sie beim Bau eines Bienen- und Insektenhotels achten muss. Das Bienenhotel soll nahe der neu angelegten Grillstelle im Wald aufgestellt werden. | Bild: Katharina Schlegel

Unterstützt wurde der Pfadfinderstammm unter anderem von Dogerns ehemaligem Bürgermeister Matthias Guthknecht, der die Jugendlichen über verschiedene Möglichkeiten für Insektenhotels informierte. „Viele Bienenhotels sind mit den falschen Materialien befüllt und bieten keinen guten Nistplatz für Bienen und andere Insekten“, so Guthknecht.

Viele Unterstützer

„Wir spürten starken Rückhalt und große Hilfsbereitschaft aus dem Dorf“, so Pierre Öschger. Gasthöfe aus Dogern und Eschbach sowie der Pfadfinderinnen-Stamm Sankt Georg Dogern und Eltern kümmerten sich um die Verpflegung. „Auch die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Fabian Prause und Förster Manuel Nägele war sehr gut“, so Öschger. Geld spendeten der KKL-Nachbarschaftsfond, die Stiftung Pro Dogern sowie die „Golden Scouts„, ehemalige Pfadi-Leiter aus Dogern.