Dogern – Das vergangene Jahr brachte in der Gemeinde Dogern einige Veränderungen. Das Gefühl des Neustarts prägte auch den Neujahrsempfang in der Gemeindehalle. Der traditionelle Programmablauf mit einem ausführlichen Rückblick in Wort und Bild war bislang von Orts-Chronist Alfred Lins gestaltet worden. Doch nach dem Tod des 75-Jährigen im Oktober mussten sich die Verantwortlichen einen neuen Ablauf einfallen lassen.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Saxophon-Ensemble der Musikschule Südschwarzwald. Dekanin Christiane Vogel und Pfarrer Ulrich Sickinger weilten ebenso unter den Gästen wie Vertreter der Geldinstitute, Vereine und Unternehmen – und natürlich viele Dogerner.

Unter dem Motto "Gemeinsam Stärke zeigen und Zukunft gestalten" ging der neue Bürgermeister Fabian Prause auf Impulse ein, welche die Gemeinde Dogern weiter voranbringen. Nach der Entscheidung von Matthias Guthknecht nicht mehr zu kandidieren, der Verabschiedung von Hauptamtsleiterin Monika Berthold und dem Amtsantritt ihres Nachfolgers Markus Böhler am 1. September habe die Bürgermeisterwahl am 1. Oktober einen Schlussstrich unter die Veränderungen in der Verwaltung gesetzt, so Prause. „2018 wird ein Jahr der Planungen und Entscheidungen sein“, versicherte er. Trotz der guten finanziellen Ausstattung brauche es überlegtes Handeln, dem vor allem auch die bevorstehende Klausur des Gemeinderates dienen soll.

Zahlreiche Projekte stünden an, seien aber mit Ausnahme der Kläranlage derzeit noch nicht soweit gediehen, dass sie in Angriff genommen werden könnten, so Fabian Prause. Von den übrigen Aufgaben abgenabelt sah der Bürgermeister die Rathaus-Frage. Die Verwaltung werde sich bis zum Ausgang des Bürgerentscheids neutral verhalten. „Ich wünsche mir, dass danach wieder mehr Ruhe einkehrt. Wir müssen wegkommen von dem Hinundher.“ Die Bevölkerung müsse schließlich die Entscheidung akzeptieren.

Bürgermeister Beim Dogerner Neujahrsempfang verband Bürgermeister Fabian Prause mit allen guten Wünschen an die Besucher den eigenen großen Wunsch nach einem friedlichen Miteinander und gegenseitiger Toleranz.
Bürgermeister: Beim Dogerner Neujahrsempfang verband Bürgermeister Fabian Prause mit allen guten Wünschen an die Besucher den eigenen großen Wunsch nach einem friedlichen Miteinander und gegenseitiger Toleranz.

Das größte Gut der Gemeinde ist für Fabian Prause der Erhalt der Selbstständigkeit. Diese werde auch 2018 mit eindrucksvollen Anlässen wie der Feier zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Le Grand Lemps und dem Dorffest demonstriert.

Veranschaulicht wurden die bevorstehenden Themen, denen sich Bürgermeister und Gemeinderat gemeinsam mit der Bevölkerung widmen wollen, anhand eines Baumes, dessen Blätter sich vermehren sollen. Sie symbolisierten etwa die anstehende Anschlussunterbringung für Asylsuchende, die Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten, die Meinungsfindung zur Frage Kindergarten-Neubau oder -sanierung aber auch den Neubau für die Feuerwehr. Schließlich wünschte sich Fabian Prause bei seinem ersten Neujahrsempfang als Dogerner Bürgermeister, dass die Bevölkerung mithilft, diese Projekte zu definieren, dabei aber stets das Gemeinwohl als Ganzes im Blick hat.

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