Mit spritzigem Humor gewürzte Auftritte, Sketche, Lieder und Showeinlagen prägten den Bunten Dorfabend, den die Dogerner Wiiischmöckcher in der zur Hauptsache von Ute Haferkorn prächtig dekorierten Gemeindehalle veranstalteten. Rund 200 Besucher erlebten ein köstliches Narrenspektakel.

„Us noch un fern chömmet alli do hi, die Stars un Sternli, noch Dogere am Rhy“, lautete das Motto der Dorffasnacht. „Sie sin alli erschiene“, bemerkte Wiischmöckcher-Präsident Volker Ebi, „un alli ghört de Spitzekategorie a. Mit abghalfterte Type wie im Dschungelcamp sin mer in Dogere it z'friede.“ In der Tat war es kein geringerer als Elvis Presley (Frank Sikora), der die Moderation übernommen hatte.
 


Es bedurfte allerdings zweier Leibwächter, um ihm einen hartnäckigen Fan (Ecki Krüger) vom Leibe zu halten. Über das Dorfgeschehen ließen sich Martin Kistler und Klaus Reuther als Rentner vom Rüttibuck aus. Nicht ausbleiben durfte, dass sie sich des Themas altes Rathaus annahmen: „Im Keller Schimmel, un im Dachgschoss schwitze d' Balke. Doch dezwische schwitzt niemer.“ Auch Neumüller Heinrich Dold bekam sein Fett ab, hatte er doch nach der Freigabe seiner Wohnung für eine Besichtigung erklärt: „Ich han no nie so viele frömdi Fraue i mim Schlofzimmer gha!“

Von der hohen Warte des Rüttibucks aus hatte der Rüttibuckgeist Lisa Jehle das Geschehen beobachtet. In ihrem geschliffenen Vortrag förderte sie so manches zutage, was bisher unbekannt war. Als „Landrat von Baden-Württemberg“ sei Martin Kistler vor Kurzem bei einem Empfang begrüßt worden, berichtete sie. „Warum nicht gleich von Deutschland? Wir schaffen das!“

Als Frauen gekleidet warteten die beiden Jungnarren Pierre Öschger und Manuel Welte mit einer köstlichen Pantomime auf, und über ihre wiedergewonnene Freiheit nach der zwangsweisen Ausweisung aus dem Altersheim freute sich Ulla Ebi. Schier nicht enden wollender Beifall gab es für das Damenchörle für seinen temperamentvollen Gesang aus den 70er Jahren und für den Tanz der Wiischmöckcher-Männer, der Wiidüfel und der Jazztanz-Truppe. Und die Albbrucker Siedlergirls unter der Regie von Ida Tröndle und Marion Blossei sorgten mit ihrer Baby-Nummer für einen fulminanten Abschluss.

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