Dogern Günes Licht für Kunstrasenplatz für Sportverein Dogen

Der Gemeindeart beschließt einstimmig, den Hartplatz des Sportvereins Dogern zu einem Kunstrasenplatz umzubauen. Der Sportverein übernimmt die Verantwortung für den Bau und hofft auf einen Zuschuss von 68 000 Euro.

Dogern – Der Hartplatz des Sportvereins Dogern wird zu einem Kunstrasenplatz umgebaut. Diesen einstimmigen Beschluss fällte der Gemeinderat von Dogern in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend. Das Gremium folgte damit einem Antrag des Rates Markus Schneble, der diesen für alle Mitglieder formuliert hatte. „Es wird Zeit, dass wir dieses leidige Problem vom Tisch bringen“, so seine Worte.

Der Hartplatz in der Sportanlage Dogern befindet sich seit Langem in einem sehr schlechten Zustand. Der Unterboden ist stark verdichtet, sodass das Regenwasser nicht mehr absickern kann und es zu einer massiven Pfützenbildung kommt. „Der Platz gleicht dann eher einer Seenlandschaft denn einer Sportanlage“, beschrieb Vorsitzender Heinz Plaue den Zustand. Als weiteres Argument verwies der Sportverein auf die Nachbargemeinden Waldshut und Albbruck, wo in den letzten drei Jahren gleich vier Kunstrasenplätze entstanden. „Diese verfügen bei den Fußballspielern und besonders bei den Kindern und Jugendlichen und bei deren Eltern über eine enorme Attraktivität. In der Folge trainieren und spielen zunehmend mehr Spieler aller Altergruppen in den Nachbargemeinden. Der Sportverein hat ein wachsendes Problem, ausreichende Spielerzahlen auf den Platz zu bringen. Er fürchtet um den Fortbestand des Vereins. Eine Fusion mit den Nachbargemeinden ist keine Alternative, da der Sportverein in Dogern zu den Traditionsvereinen gehört“, so die weitere Begründung.

Bezüglich der Umsetzung zeigte Bürgermeister Matthias Guthknecht zwei Möglichkeiten auf: „Die Gemeinde übernimmt die Verantwortung und beantragt die Zuschüsse. Dies hat allerdings den Nachteil, dass ein Spatenstich erst nach deren Genehmigung erfolgen kann, und die kann bis zu zwei Jahren dauern. Variante zwei sieht die Übertragung der Verantwortlichkeit an den Sportverein vor. Sie ermöglicht den Umbau schon in der nächsten Zeit.“

Der Dringlichkeit des Anliegens entsprechend beschloss der Gemeinderat die zweite Möglichkeit. Die Betreiberschaft der Sportanlage einschließlich des neuen Kunstrasenplatzes und dessen Bau wird dem Sportverein übertragen. Die vertraglichen Inhalte werden durch die Verwaltung gemeinsam mit dem Verein ausgehandelt. Die Kosten bezifferte der Sportverein einschließlich einer Umzäunung auf rund 338 000 Euro. Erwartet wird ein Zuschuss des südbadischen Fußballverbandes in Höhe von rund 68 000 Euro. Ein weiterer Finanzierungsbaustein stellt der Betrag von 74 000 Euro dar, den die Gemeinde im Haushalt für 2016 für eine Sanierung vorgesehen hatte. Rund 60 000 Euro schließlich sollen über Eigenleistungen und Sponsoren aufgebracht werden. 209 000 Euro (181 000 Euro für den Platz und 28 000 Euro für eine Umzäunung) stellt die Gemeinde in ihren Haushaltplan für 2017 ein. Darüber hinaus geht diese, soweit notwendig, in Vorleistung für den Zuschuss und die Eigenleistungen. Eine Absage erteilte das Gremium der angedachten Umwandlung des Rasenplatzes in Baugelände. „Dies ist ohnehin nicht möglich“, informierte Hauptamtsleiterin Monika Berthold, „nach den neuesten Festlegungen gilt dieses Areal als überschwemmungsgefährdet.“

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