In seiner jüngsten Sitzung beschloss der Dogerner Gemeinderat den vor zehn Jahren aufgestellten Brandschutzbedarfsplan fortzuschreiben. Der Kommandant der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, Andreas Rogg und ein Großteil der insgesamt 47 Mitglieder zählenden Wehr verfolgten gespannt die von der Firma Forplan ermittelten Werte des Bestandes, Maßnahmen zur Optimierung und nicht zuletzt auch Hinweise zur Qualitätsverbesserung in den eigenen Reihen. „Personell ist unsere Feuerwehr top“, versicherte Bürgermeister Fabian Prause, sieht aber auch eine zeitnahe Optimierung der räumlichen Unterbringung als notwendig.

"Gundschutz personell sichergestellt"

Aus dem 2008 erstellten Planwerk waren zahlreiche Maßnahmen erfolgt, doch hatte der Sachverständige bei seiner Betrachtung zum jetzigen Zeitpunkt deutlich auf Verbesserungen hingewiesen. Schließlich seien die vorgegebenen Hilfsfristen einzuhalten. Er hatte die Einsätze in den vergangenen fünf Jahren bilanziert und hatte festgestellt, dass im jährlichen Durchschnitt drei Brandeinsätze und 15 Technische Hilfeleistungen aufgeteilt auf das gesamte Gemeindegebiet mit 13 Quadratkilometern zu bewältigen sind. Wenn die Tagesbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehren wie in den meisten anderen Gemeinden auch in Dogern an ihre Grenzen stößt, so liege man hier mit der totalen Mannschaftsstärke doch im Soll. „Der Grundschutz ist personell sichergestellt“, so Patrik Habeth.

Lob für Mannschaft

Der für den Brandschutz zuständige Gutachter sparte nicht mit Lob an die Mannschaft, mahnte aber auch die Feuerwehrkollegen die Ausbildung weiter zu forcieren und vor allem auch die Jugendfeuerwehr mit entsprechend attraktivem Programm zu stärken. Der Fokus müsse unbedingt auf der Stärkung der Tageskräfte liegen. Dies könne in einzelnen Fällen auch durch Doppelmitgliedschaften erreicht werden.

Kritik am Feuerwehrgerätehaus

Kritisch äußerte sich der Fachmann zum Feuerwehrgerätehaus, dessen Zustand sich im vergangenen Jahrzehnt nicht verbessert habe. Er sah eine Standortoptimierung als dringend notwendig an und dies möglichst bis 2022. Bis dahin sollen auch Ersatzbeschaffungen im Fahrzeugbereich zu einer Optimierung führen.