Während einer Ortsbegehung informierte sich der Dogerner Gemeinderat vor Ort über verschiedene Bereiche und Maßnahmen, die teilweise abgeschlossen, noch am Laufen oder in naher Zukunft geplant sind. So wurde die gemeindliche Kläranlage in der Rheinstraße besichtigt, deren Aufbau und Funktionsweise Ortsbaumeister Andreas Gantert erläuterte.

Neben einer Vorklärung für Feststoffe ist die Anlage mit zwei Regenbecken und einem Gesamtfassungsvermögen von 800 Kubikmetern ausgestattet. Dieses Volumen sei allerdings bei Starkregen in zwei bis drei Stunden voll gelaufen. „Probleme haben wir immer wieder mit verstopften Pumpen“, klagte Andreas Gantert.

Speziell textile Fremdstoffe wie Windeln, Handtücher und viele andere Dinge würden von gedankenlosen Zeitgenossen immer wieder so entsorgt. Nach der erfolgten Vorklärung der Abwässer gelangen diese schließlich in die Kläranlage nach Albbruck. Seit Jahren ist die Gemeinde Dogern Mitglied des Abwasserzweckverbandes „Vorderes Albtal“. Dem Bereich Wasserversorgung widmend wurden der Tiefbrunnen 2 und der Hochbehälter besichtigt. Das aus der Rheinaue kommende Grundwasser wird als Rheinuferfiltrat aus einer Tiefe von fünf Metern gepumpt, wobei der Umkreis der Pumpstationen in verschiedene Wasserschutzzonen unterteilt ist. „Der jährliche Wasserverbrauch in Dogern liegt bei 120 000 Kubikmetern“, so der von Andreas Gantert geschilderte Durchschnittswert. Gespeist werden die Haushalte über den Hochbehälter, der ein Fassungsvolumen von insgesamt 1200 Kubikmeter aufweist.

Die örtliche Besichtigungstour führte auch zu dem im Gemeindebesitz befindlichen Gebäude in der Rheinstraße. Bis zuletzt diente das Haus als Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge. Nach dem deren Zahlen rückläufig waren, kam es zur vorzeitigen Auflösung des Mietvertrages mit dem Landkreis. Seit dem 1. Juni dient das Objekt als Anschlussunterkunft für Flüchtlinge. Dabei ist es gelungen, dass die bisherigen Bewohner in Dogern bleiben können und nicht in andere Unterkünfte umziehen müssten. In Augenschein genommen wurde auch der Mehrgenerationenplatz. Durch den Einsatz des Gemeinde-Werkhofes ist hier der neue Bouleplatz entstanden. Dieser wird am Samstag, 23. Juni um 11 Uhr offiziell seiner Bestimmung übergeben.