Bis auf den letzten Platz ausverkauft war die Premiere zum diesjährigen Dogerner Freilichttheater. Unter den 135 Besuchern waren sehr viele Auswärtige, die dabei waren, als das „Wirtshaus im Hotzenwald“ nach der Räuberkomödie von Kurt Egreder seine Tore öffnete. Im 20. Jubiläumsjahr hatte der Theaterverein „Dogermer Kom(m)ödle“ sich mit dem Platz vor der „Oberen Mühle“ für den idealen Spielort entschieden.

Bärbel (Monika Karle), Wirtin (Gabi Flügel), Comtesse von Roll (Julia Stärk) mit ihrer Zofe Emma (Rita Dühmke), der kleine Jakob (Liam Ruhnke), Kutscher (Christoph Ripp) (von links) erlebten im Wirtshaus im Hotzenwald eine turbulente Zeit.
Bärbel (Monika Karle), Wirtin (Gabi Flügel), Comtesse von Roll (Julia Stärk) mit ihrer Zofe Emma (Rita Dühmke), der kleine Jakob (Liam Ruhnke), Kutscher (Christoph Ripp) (von links) erlebten im Wirtshaus im Hotzenwald eine turbulente Zeit. | Bild: Doris Dehmel

19 Darsteller freuten sich nach der intensiven Probenzeit auf ihre Auftritte. Regisseurin Marion Blossei, die von Jenny Lohrer unterstützt wird, war die Rollenverteilung und die Entscheidung für die Moritatensängerin Stefanie Ruhnke ideal gelungen. Erfahrene Darsteller fühlten sich in ihren Rollen sichtbar wohl und Neulinge überzeugten mit ihrem ersten Auftritt auf besondere Weise.

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Allein schon die unterschiedlichen Dialekte, die den einzelnen Personen eigen sind, machten das Geschehen zusätzlich lebendig. Selbst Besucher, denen die Originalfassung der Räuberkomödie, an der sich Jenny Lohrer bei der Einrichtung des Stücks stark orientiert hatte, bekannt war, zeigten sich begeistert.

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„Ich bin jedes Jahr nach Dogern gekommen und bin jedes Mal aufs Neue begeistert, welchen Themen sich die Darsteller hier widmen und mit welcher Hingabe sie die einzelnen Personen leben“, versicherte eine Besucherin, von der anderen Rheinseite.

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Spannung pur war bis zum Ende des Stückes angesagt. Wurde doch mit fortschreitender Dämmerung die Atmosphäre immer düsterer. Eine Gruppe von Räubern trieb im Hotzenwald ihr Unwesen und hatten es auf Beute abgesehen, Handwerksburschen waren unterwegs, die Comtesse von Roll begleitet von ihrer Zofe Emma und dem Kutscher befand sich in einer misslichen Lage und im Wirtshaus schmiedeten die Wirtin, ihre Nichte Bärbel mit ihrem Sohn Jakob manch heiklen Plan. Wie ernst Graf von Roll, in dessen Diensten eine Gruppe von Soldaten stand, seine Fürsorge um die eigene Tochter war, zeigt sich im Verlaufe des Stücks ebenso wie der für viele vielleicht doch überraschende Ausgang der Räuberkomödie.