„Ich bin überwältigt“, sagte der Vorsitzende Markus Uhlenbrock-Ehnes in seinem Grußwort, „mit so vielen Gästen sowohl aus Afrika als auch aus Dogern und Umgebung hätte ich nie und nimmer gerechnet.“ Zwar sind lediglich zehn Flüchtlinge aus Gambia im Dogerner Wohnheim „Rheinblick untergebracht“, doch hat offenbar die „Buschtrommel“ für afrikanische Besucher aus der gesamten Umgebung gesorgt.

Ein traditionelles Menü aus Gambia, zur Hauptsache bestehend aus Fisch, Rindfleisch, Hühnchen, Süßkartoffeln, Reis, Bohnen, Tomaten, Zwiebelsoße und aus einem Früchtenachtisch, gab es zu Beginn des Abends. Zubereitet hatten es afrikanische Gäste bereits am Nachmittag in der Hallenküche, und es gab niemand, der nicht voll des Lobes war.

Einen festen Bestandteil bildete die Musik. Für diese sorgte eine durch Gitarre und Xylophon verstärkte Trommlergruppe, die mit zündenden Rhythmen aufwartete. Es dauerte denn auch nicht allzu lange, bis sich Gäste wie auch Gastgeber zum freien Tanzen in der Mitte einfanden. Nicht fehlen durfte der Gesang. In einigen Liedern brachten die Gäste ihre Dankbarkeit zum Ausdruck. „Wir lieben Deutschland“ oder „Danke Deutschland“ war zu hören. Auf ein großes Interesse stieß ein Film, in dem ein Flüchtling über seinen beschwerlichen Fluchtweg von Gambia über das Mittelmeer nach Italien und Deutschlang berichtete. Nicht zu kurz kamen auch die Kontakte, sprachliche Probleme stellte kaum ein Hindernis dar.

Ein positives Fazit zog der Vorsitzende Markus Uhlenbrock: „Unser Ziel zu einer gemeinsamen Feier zwischen Deutschen und Flüchtlingen haben wir erreicht. Die große Anzahl an Besuchern lässt uns dem Gedanken nähertreten, ein solches Fest im Sommer einmal im Freien auf dem Platz vor der Gemeindehalle zu veranstalten.“ Als besonders beeindruckend bewertete er wie auch die Gäste den an diesem Abend gewährten Einblick in einen Teilbereich der afrikanische Kultur. „Wir wollten unsere Verbundenheit zeigen“, so die Besucher Priska und Erhard Knoblauch, und sie sprachen für alle deutschen Gäste.