Der Gemeinderat beschloss in seiner öffentlichen Sitzung das „Familienzentrum Dogern“ mit einem jährlichen Betriebskostenzuschuss von 10 000 Euro zu unterstützen. Für das laufende Jahr wird anteilig ab September, wo die offizielle Eröffnung stattfinden wird, monatlich ein Zwölftes des jährlichen Zuschussbetrages und somit 833 Euro zuzüglich eines einmaligen Budgetbetrages in Höhe von 2500 Euro zur Finanzierung der Erstausstattung gewährt. Sobald auch die Unterschrift des Caritasverbandes Hochrhein vorliegt, erfährt der Fördervertrag seine Gültigkeit auf drei Jahre. Der Caritasverband übernimmt die Trägerschaft der neuen Einrichtung und dort laufen die Fäden bei Petra Hauser zusammen. Die Leitung des neuen Familienzentrums und die Organisation vor Ort übernimmt Annette Sperling. Auf ihr Engagement gehen zahlreiche in der Gemeinde zwischenzeitlich fest verankerte Bildungstätigkeiten und Veranstaltungen zurück.

Einrichtung als Zusatzangebot

Mit der Einrichtung des Familienzentrums macht das Dogerner „Kulturma“ einen weiteren Entwicklungsschritt, um sich als Begegnungsort zwischen Generationen und Kulturen, Einheimischer und Auswärtiger zu etablieren.„Das Angebot soll zusätzlich und keinesfalls Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen werden“, sagte Bürgermeister Fabian Prause und machte deutlich, dass die Gemeinde keinesfalls Doppelstrukturen und -angebote fördern werde. Das Familienzentrum wolle die Gemeinschaft durch Vernetzung der Menschen untereinander stärken. Es soll sich zu einem Knotenpunkt mit Informationen über Angebote der Vereine, Beratungsstellen und unterstützenden Maßnahmen entwickeln, versicherte Annette Sperling. Wie bislang wird im Kulturama auf privater Basis der Kursbetrieb weiterlaufen.

Offenes Wohnzimmer

In dem vom Caritasverband angemieteten Gebäudeteil kommt dem „offenen Wohnzimmer“ die besondere Bedeutung zu. „Die Resonanz ist spürbar“, so Annette Sperling. Über 50 Personen hätten ihr Engagement in der Programmgestaltung und Betreuung der Besucher mitzuwirken signalisiert, wobei sich alle einig seien, dass die neue Einrichtung wachsen müsse. Mittelfristig könne man sich vorstellen, auch einen Jugendtreff mit eigenen Räumen zu realisieren.