Einstimmig entschied sich der Gemeinderat für das von der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH erarbeitete Gemeinde-Entwicklungskonzept als Grundlage für den Antrag zur Aufnahme in ein Förderprogramm zur städtebaulichen Erneuerung. In welchem Umfang die Neugestaltung der Ortsmitte Dogern umgesetzt werden, hängt nicht zuletzt von der bewilligten Zuschusshöhe ab. „Was wir wann, wo und wie machen, entscheidet der Gemeinderat“, versicherte Bürgermeister Fabian Prause. Privatleute können sich ebenfalls in das Projekt einklinken.

Anregungen von Bürgern

Bereits vor Wochen hatte sich das Gremium zur Beratung des Themas in Klausur zurückgezogen. Bei der von 150 Personen besuchten Info-Veranstaltung konnten die Bürger ihre Anliegen einzubringen. Dies sei in das Entwicklungskonzept eingeflossen, so Fachfrau Nadia Kasper-Snouci. Unterschiedlich seien Wünsche gewichtet und Defizite angesprochen worden. Erfreulich sei für sie gewesen, dass sich gerade auch junge Leute für das Thema interessiert hätten: Während die einen sich für einen Jugendtreff aussprachen, wollten die anderen die Optimierung einer Halfpiepe, oder wieder andere hätten gerne mehr in der Natur gelegene Freizeiteinrichtungen.

Dringend: Ausbau der Breitbandversorgung

Mit der größten Dringlichkeit sahen verschiedene Bürger den Ausbau der Breitbandversorgung während andere sich schon einen exakten Standort für Kindergarten und Kita gewünscht hätten. Beispiele wie die Anregung für eine größere Barrierefreiheit im Dorf oder eine öffentlich zugängliche Toilette hätten gezeigt, dass sich die Einzelnen intensiv mit den örtlichen Gegebenheiten und ihrer Optimierung befasst hatten. Bestandteil des Konzepts sind folgende Maßnahmen: Neugestaltung des Hallenvorplatzes, Stellplätze auf dem Pfarrgrundstück, Neugestaltung Hauptstraße, Abbruch Feuerwehrhaus sowie Abbruch und Neubau Kindergarten, Modernisierung von Rathaus und Schulgebäude, beides in Verbindung mit dem Denkmalschutz und Erneurungen von Wohngebäuden.

Warten auf Förderbescheid

So ergab sich nach derzeitigem Planungsstand ein Volumen von 4,75 Millionen Euro. Der bis zum Frühjahr erwartete Förderbescheid könnte sich auf 2,85 Millionen Euro belaufen. Der Eigenanteil der Gemeinde betrüge dann 1,9 Millionen Euro. Das Gesamtprojekt ist auf einen Zeitraum von acht Jahren gerechnet, somit würde sich der jährliche Investitionsaufwand der Gemeinde auf etwa 237 500 Euro belaufen.