Ein besonderer Tag für Dogern: Mit zahlreichen Gästen feierte die Kirchengemeinde das 250-Jahr-Jubiläum ihrer Pfarrkirche St. Clemens, die in den Farben der Erddiözese, in Gelb und Weiß geschmückt war. Ehrengast war der Freiburger Erzbischof Stefan Burger, der in Gemeinschaft mit weiteren Geistlichen den Festgottesdienst zelebrierte.

Zu Beginn begrüßte Ulrich Sickinger, Stadtpfarrer von Waldshut und Leiter der Seelsorgeeinheit, die Besucher und Gäste im voll besetzten Gotteshaus. Namentlich begrüßte er Bürgermeister Matthias Guthknecht mit Gattin, Landrat Martin Kistler, den Bundestagsabgeordneten Thomas Dörflinger, den Landtagsabgeordneten Felix Schreiner mit Gattin sowie Jenny Lohrer als Vertreterin der evangelischen Kirchengemeinde.

Dann verwies er auf die tiefe Verwurzelung der Dogerner Bevölkerung mit ihrer Pfarrkirche. „Die Kirche nimmt in Dogern einen zentralen Platz ein“, sagte er. Auch Erzbischof Stefan Burger richtete ein kurzes Grußwort an die Gemeinde: „Herzlichen Dank für Eure Einladung, herzlichen Dank für Ihr Kommen. Heute ist ein Tag, an dem Jesus Christus in unserer Mitte wohnt.“ Dann setzte der Kirchenchor ein: „Gloria in Excelsis Deo“. Unter der Leitung von Christine Böhler sang der Chor, unterstützt von einigen Instrumentalisten, die „Missa Festiva“ von John Leavitt. Für ihren glanzvollen Auftritt erhielten die Sängerinnen und Sänger einen begeisterten Applaus.

Danach, beim Sektempfang auf dem gegenüber liegenden Hallenvorplatz, konnte der Erzbischof das Bad in der Menge genießen. Immer wieder wurde er angesprochen und gerne ließ er sich in Gesprächsrunden mit den Gemeindemitgliedern ein.

Den Festakt in der Halle eröffnete der Musikverein Dogern unter der Leitung von Olaf Sperling. Zur Begrüßung sagte Christoph Frei, Sprecher des Gemeindeteams: „Heute ist ein Tag, zum Feiern, zum Singen und Lachen. Unser Gemeindeteam hat sich bemüht, dem Jubiläum einen festlichen Rahmen zu geben.“ Dann blickte er in die Vergangenheit zurück, als die Gemeinde in großen Nöten war und sich schweren Herzens entschloss, ihre alte Kirche am Rhein aufzugeben und ein neues Gotteshaus in sicherer Lage zu bauen. Mit lobenden Worten würdigte Bürgermeister Matthias Guthknecht das spätbarocke Bauwerk: „Der herrliche Turm fällt schon aus der Ferne ins Auge, er ist der Mittelpunkt unseres Dorfes, das schönste Gebäude, ein Aushängeschild für unsere Gemeinde“.

Groß sei damals die Freude gewesen, als das neue Bauwerk eingeweiht werden konnte, erinnerte Bürgermeister Guthknecht. Aber schon bald sei die Euphorie durch schlechte Nachrichten getrübt worden: Das Kloster St. Blasien weigerte sich, sich in dem vorher vereinbarten Umfang an den Kosten zu beteiligen. Es begann ein Streit, der sich lange hinzog. Heute sei man dagegen in der komfortablen Lage, so scherzte der Dogerner Rathauschef, das Fest selber bezahlen zu können. Und an die Adresse des Bischofs sagte er: „Und Ihnen wird, da bin ich mir ganz sicher, keine Rechnung für die heutige Zeche hinterhergeschickt.“