Thema im Gemeinderat war die Verlegung des historischen Ahnengrabs. Darin sind die Gebeine der Vorfahren gesammelt, die auf dem ehemaligen Friedhof am Rhein bestattet waren. Im Zuge der Sanierungsarbeiten im nordöstlichen Friedhofsbereich, so erklärte Bürgermeister Fabian Prause, habe es sich als sinnvoll erwiesen, das Ahnengrab umzusetzen und es an einem geeigneteren Ort zu platzieren.

"Das Ahnengrab ist als wichtiges Denkmal eingestuft, das an die alte Gemeinde Dogern erinnert, die über viele Jahrhunderte direkt am Rhein angesiedelt war", sagte Fabian Prause. Bei einer vorausgegangenen Friedhofsbegehung hatten sich daher die Gemeinderäte auf einen neuen Standort im vorderen Bereich, in der Nähe des Kircheneingangs, festgelegt. Für geschichtsinteressierte Besucher mache es mehr Sinn, so Fabian Prause, wenn das Grab an exponierter Stelle liege, statt es am bisherigen Standort, in der Reihe mit anderen Gräbern, zu belassen. Gemeinderätin Ingrid Mücke sagte zu, sich auch weiterhin um das Ahnengrab zu kümmern.

Bei dem Rundgang des Gemeinderats wurden auch die übrigen Bereiche des Friedhofs in Augenschein genommen. Kurz vor Abschluss stehen die Sanierungsarbeiten im alten Friedhofsbereich auf der nördlichen Seite der Kirche. Mitte Februar räumte eine Spezialfirma die Grabstätten ab und der Bauhof begann mit dem Anlegen neuer Wege. Inzwischen sind die Grabsteine und Einfassungen wieder aufgestellt; mit der Bepflanzung und dem Einsäen der übrigen Flächen kann begonnen werden. Damit steht der größte Teil der Flächen wieder für Bestattungen zur Verfügung.

Neu angelegt wurde der alte Bereich des Friedhofes Dogern. Noch fehlen die Bepflanzung und das Einsäen der Flächen. Hier war auch das Ahnengrab, das nun einen neuen Standort südwestlich der Kirche bekommen soll.
Neu angelegt wurde der alte Bereich des Friedhofes Dogern. Noch fehlen die Bepflanzung und das Einsäen der Flächen. Hier war auch das Ahnengrab, das nun einen neuen Standort südwestlich der Kirche bekommen soll. | Bild: Manfred Dinort

Änderungen stehen auch im neuen Bereich des Friedhofes bevor, der im Norden und Osten unmittelbar an Privatgrundstücke grenzt, teils Streuobstwiesen, teils Gartengrundstücke. Als Trennung diente bisher ein Wildzaun aus Draht, nur einen Meter hoch, der keinen Sichtschutz bot. Daher wurde von einem Grabrechtnutzer gegenüber der Gemeinde der Wunsch geäußert, für eine optische Trennung zwischen Friedhof und privat genutzten Flächen zu sorgen und mit einer Hecke einen Sichtschutz zu schaffen, wie das auch auf anderen Friedhöfen üblich sei.

Geeignet wäre eine Einfriedung mit einer Hecke, um Störungen von angrenzenden Grundstücken zu verringern, meinte auch Fabian Prause. Die Kosten, beispielsweise für eine Eibenhecke, würden rund 6500 Euro betragen. Im Haushalt seien dafür keine Mittel eingeplant, aber das Geld könnte im nächsten Haushalt bereitgestellt werden. Der Gemeinderat stimmte dem Beschlussvorschlag zu, beauftragte aber die Verwaltung, im zweiten Halbjahr detaillierte Vorschläge zu unterbreiten.