Die geplante Elektrifizierung der Hochrheinbahnstrecke zwischen Basel und Erzingen geht auch am Haltepunkt Dogern nicht spurlos vorbei. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats interessierten sich viele Zuhörer für dieses Thema. Laut Walter Scheifele vom Amt für Nahverkehr im Landratsamt wird sich aber an den vorhandenen drei Bahnübergängen im Ort nichts ändern.

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Um gerade in Zeiten des Klimawandels den Verkehr umweltfreundlicher auf die Schiene zu verlagern, werde die Zahl der Zugverbindungen erhöht. Sind es bislang 90 Züge, so werden künftig 120 Züge pro Tag auf der Hochrheinbahnstrecke verkehren. Der Gemeinderat Dogern stimmte den geplanten Modernisierungsmaßnahmen am Haltepunkt Dogern zu.

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Walter Scheifele stellte dem Gemeinderat die zu erwartenden Veränderungen in Dogern vor. „Die Elektrifizierung wird kommen und der Nahverkehr immer größere Bedeutung erlangen“, sagte er. Es müsse zu einer Streckenertüchtigung kommen, Barrierefreiheit müsse selbstverständlich und die Zuverlässigkeit im Zugverkehr gesteigert werden. Zudem wäre eine Zukunft ohne Elektrifizierung ein Systembruch in Richtung Schweiz.

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Nicht daran gedacht werde jedoch, mehr Güterzüge in die Region zu holen, machte er klar. Allein die vorhandenen Tunnel würden keinen Transitverkehr zulassen. Mit der Elektrifizierung werde ein für die Region wichtiger Standortfaktor erreicht.

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Für den Haltepunkt Dogern gelte es jetzt, den Bahnsteig I in westlicher Richtung parallel zu dem nördlich gelegenen Bahnsteig II zu versetzten. Er wird von 120 auf 155 Meter verlängert und mit 55 Zentimetern auf eine einheitliche Höhe gebracht. Möglicherweise muss die Gemeinde die geschätzten Kosten von 148.000 Euro für die Höhenanpassung tragen. Darüber wird aber der Kreistag zu bestimmen haben.

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Geplant ist, dass die Hochrheinbahn von 2025 bis 2027 elektrifiziert wird und dann zuverlässigere Züge verkehren. „Dies bedeutet allerdings nicht, dass in Dogern zwei Jahre gebaut wird. Vielmehr werden die Maßnahmen innerhalb dieses Zeitfensters abschnittsweise verwirklicht“, erklärte Ronald Heil von der Deutschen Bahn.

Das Projekt

Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Basel – Erzingen und die damit verbundenen baulichen Maßnahmen belaufen sich im Bereich Dogern auf 1,7 Millionen Euro. Der Landkreis erwartet hierzu vom Bund 60 Prozent und vom Land weitere 20 Prozent an Zuschüssen.