Reitsport steht international hoch im Kurs, selbst ins beschauliche Dettighofen zum Hofgut Albführen kamen beim diesjährigen Springturnier „Country Classics“ wieder namhafte Reiterinnen und Reiter aus der ganzen Welt zusammen, um sich beim Springen über Hindernisse zu messen. Zum ersten Mal fand das CSI mit drei Sternen auf Albführen statt, was mit vier Weltcup-Springen verbunden ist. Höhere Hindernisse, ein anspruchsvollerer Parcours und höhere Preisgelder ziehen auch höher qualifizierte Reiter an. Mehr als 150 Reitersportler aus 16 Nationen zeigten ihr Bestes in den jeweiligen Kategorien.

Auf dem Hofgut arbeiten 75 Angestellte

288 Pferde wurden zusätzlich auf dem Gestüt untergebracht, die meisten mit autarker Versorgung oberhalb des Turnierplatzes in Zelten auf den weitläufigen Wiesen des Hofguts. Hier standen außerdem über 160 Pferdetransporter und Laster, die teilweise gleichzeitig als Wohnmobil eine Behausung für die Sportler boten. Andere, die kein passendes Quartier auf dem Hofgut gefunden hatten, wurden mit einem Shuttle-Service zum Hotel gebracht. Zwei große Stromgeneratoren mit jeweils 250 Kilowattampere Leistung versorgen die Zelte und Laster mit Strom, das benötigte Frischwasser wurde mittels Tankwagen herbeigeschafft.

Auf dem Hofgut sind über das ganze Jahr 75 Angestellte für den reibungslosen Alltag zuständig, beim „Country Classics-Turnier“ sind es 150 externe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr, damit der Service und die komplette Veranstaltung ohne Mängel abgewickelt werden kann. Zu den Mitarbeitern zählt auch Marian Müller, der als Pferdewirt und Bereiter wichtige Dienste leistet. Aber auch als talentierter Springreiter hat der junge Mann große Leistungen erbracht und wurde im Laufe der Veranstaltung für seine Verdienste und Siege bei Springturnieren mit dem „Goldenen Reiterabzeichen" geehrt. Müller möchte sein Können noch weiterhin vertiefen. „Mein Ziel ist es mich noch weiter international zu etablieren um bei den CSI-Turnieren mit zwei und drei Sternen mit reden zu können“, erklärt der junge Reiter.

Kai Huttrop-Hage (r.) freut sich über die Auszeichnung von Marian Müller (Dritter v.r.), der das "Goldene Reitabzeichen" gewonnen hat. Mit ihm freuen sich auch sein Reittrainer, Helmut Hartmann (2.v.r.), die Inhaberin des Hofguts Barbara Frey, die Schwester Johanna Müller sowie der Vater Bernd Müller und die Mutter Karin Karin Heß-Müller, links. Bild: Heidrun Glaser
Kai Huttrop-Hage (r.) freut sich über die Auszeichnung von Marian Müller (Dritter v.r.), der das "Goldene Reitabzeichen" gewonnen hat. Mit ihm freuen sich auch sein Reittrainer, Helmut Hartmann (2.v.r.), die Inhaberin des Hofguts Barbara Frey, die Schwester Johanna Müller sowie der Vater Bernd Müller und die Mutter Karin Karin Heß-Müller, links. Bild: Heidrun Glaser | Bild: Picasa

Auch der künftige Gestütsleiter Markus Lämmle war bereits voll im Einsatz und löste damit seinen Vorgänger Michael Krieger auch von seinen repräsentativen Aufgaben ab. Mit Showprüfungen und einer ausgelassenen Party mit „Slam-Jam“ ging am Freitag das Qualifikationsspringen zu Ende, getanzt und gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden. Am Samstagabend bot die Country-Band „Suzie Candell and the Screwdrivers“ ein tolles Open-Air-Konzert bei herrlich sommerlicher Witterung.

Geschäftsführer: "Gelungenes Turnier"

Der Sonntag stand wie immer ganz im Zeichen des „Großen Preises“ und auch bei der Showprüfung „Alführen"-Games waren die Besucherränge gut gefüllt, die Gäste reisten von Nah und Fern an und alle genossen das herrschaftliche Flair des schmucken Hofguts. Egal ob erstklassigen Wein, raffinierte Drinks, ausgewählte Speisen oder auch ein speziell hergestelltes Pils in der Bügelflasche mit dem großen roten A auf dem Etikett, ließen keine Wünsche offen. „Wir haben uns wieder sehr angestrengt und blicken auf ein sehr gelungenes Turnier zurück“, resümiert der Geschäftsführer des Hofgutes Kai Huttrop-Hage, der sich allabendlich mit seinem Mitarbeiter- und Helferteam trifft, um den Tagesablauf zu besprechen und einen Rückblick auf bereits Geleistetes zu werfen.