"Wir haben ein ausgesprochen erfolgreiches Ergebnis für das vergangene Wirtschaftsjahr zu verzeichnen", erklärte Revierförster Michael Albrecht im Rahmen der jüngsten öffentlichen Gemeinderatssitzung. "Mit über 11 000 Euro mehr in der Kasse als geplant können wir sehr zufrieden sein", betonte Albrecht.

Für die Holzernte mit einer Einschlagmenge von 454,56 Festmetern fielen lediglich 1511 Euro an Kosten an, wobei laut Albrecht lediglich 66 Festmeter Holz mit professionellen Arbeitern geerntet wurden. Die restliche Vermarktungsmenge war alles Derbholz, was als Brennholz verkauft und im letzten Wirtschaftsjahr verbucht wurde.

Die Jungbestände sind in einem sehr guten Zustand, sodass auch in diesem Bereich der Kulturpflege sehr geringe Kosten zu verbuchen waren. Dies gilt auch für den Unterhalt der Waldwege. Die Sturmschäden hielten sich mit knapp 180 Festmetern Holz in Maßen, Dettighofen kam "mit einem blauen Auge davon". Die meisten Bäume waren nicht gebrochen, sondern sind komplett umgefallen. Dadurch konnte auch ein besserer Preis erzielt werden. Der Reinerlös 2017 beträgt somit 11 639 Euro.

Plus von rund 60 000 Euro in den vergangenen zehn Jahren

Albrecht informierte den Gemeinderat außerdem über das wirtschaftliche Ergebnis der vergangenen zehn Jahre, dies zeige ein Plus von rund 60 000 Euro für die Gemeindekasse auf. Bis im Spätsommer soll die Forsteinrichtung mit der Festlegung des Hiebsatzes für die kommenden zehn Jahre vorgestellt werden. Zu diesem Anlass ist auch eine Waldbegehung mit dem Gemeinderat geplant.

Laut aktuellem Verbissgutachten, das alle drei Jahre erstellt wird, verjüngt sich der Wald relativ gut. Dennoch ist festzustellen, dass Ahorn, Tanne und Esche den Wildtieren sehr gut schmecken, dies führt besonders im Laubholznachwuchs zu gewissen Defiziten. "Wir wollen ja einen gemischten Wald und nicht nur Buchen", bestätigte der Revierförster.

Erfreulich ist jedoch, dass aktuell kaum Schälschäden zu verzeichnen sind. Mit dem gefürchteten Borkenkäfer gibt es im Gemeindewald auch keine Probleme, das Holz konnte schnell abtransportiert werden, sodass es für die Käferlarven keinen Nährboden gibt. Im Privatwald sieht es jedoch kritischer aus, hier und da liegen noch Bruchholzanteile im Wald, die von der Restfeuchtigkeit die Käferpopulation fördern. Hier ist laut Albrecht Gesprächsbedarf mit dem Eigentümern nötig.