Die Infrastruktur in Dettighofen ist seit der Schließung des früheren Dorfladens von Post- und Bankfiliale arg ausgedünnt. Der Ruf nach einem Dorfladen, eventuell mit einem Café, wurde schon öfter in der Dettighofer Bevölkerung laut. Nun hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung erste Schritte für den Bau eines Dorfladens mit Bistro eingeleitet.

Der nichtöffentliche Beschluss dazu wurde in der Sitzung am Montagabend von Bürgermeisterin Marion Frei verkündet. Ein Grundstück an der Hauptstraße (L 163) wurde erworben und für die Planung des Projekts ein Kostenrahmen von 15 000 Euro festgelegt. Ferner sollen Fördermittel aus dem Topf für die Entwicklung Ländlicher Raum (ELR) für eine soziale Begegnungsstätte beantragt werden, so die Rathauschefin gegenüber dieser Zeitung. „Passend zu unserer Gemeinde wollen für den Dorfladen mit Bistro eine Anschubhilfe leisten – eventuell auch bei der Finanzierung“, erläuterte Marion Frei. Später soll eine Genossenschaft die Geschäfte führen. Die Ansiedlung eines Discounters wird, so Frei, von Verwaltung und Gemeinderat abgelehnt.

Produkte von Erzeugern aus der Region Dettighofen sollen künftig unter einem Dach zu haben sein. Darüber hinaus soll es einen Getränkemarkt geben, der Vereine und Institutionen bei Veranstaltungen in der Gemeindehalle beliefern soll. „Auch Menschen, die durch den Ort fahren, ob Touristen oder Lastwagenfahrer, sollen hier schnell mal einkaufen, sich ein Vesper oder einen Kaffee zum Mitnehmen holen können“, sagt die Bürgermeisterin. Deshalb soll es eine Kurzzeitparkspur geben.

Aus den Reihen des Gemeinderats gibt es bereits eine Arbeitsgruppe für das Projekt. Die Verwaltung will diese bei der Koordination der möglichen Anbieter, die bereits Interesse zeigten, unterstützen. Dass etwas passieren muss, steht für die Bürgermeisterin außer Frage: „Es gibt für die Menschen in der Gemeinde immer weniger Orte, wo sie sich treffen können.“ Deshalb müsse die Kommune beim Projekt Dorfladen selbst mit anpacken. Falls es nicht klappt, hat sie einen Plan B: „Dann wird ein Vereinsheim daraus.“