Wie sieht der Alltag eines Berufsfeuerwehrangehörigen aus? Das erlebten 15 Jugendfeuerwehrleute aus Hohentengen und Dettighofen 24 Stunden lang beim „Berufsfeuerwehrtag“ in Hohentengen. Elf Szenarien wurden von den Leitern der Jugendfeuerwehr Hohentengen inszeniert, bei denen der Nachwuchs sein Können unter Beweis stellte.

Immer in Bereitschaft

Am Samstagmittag ging es los. Alles war unter der Regie von Jugendwart Tobias Sauerbeck und Stellvertreter Mario Maier, die von weiteren Ausbildern und Aktiven der beiden Wehren unterstützt wurden, vorbereitet worden. Rasch waren die Räume im Feuerwehrgerätehaus bezogen.

Wie auf einer richtigen Feuerwehrwache war 24 Stunden lang Dienst angesagt, das heißt: die Zeit miteinander zu verbringen, zu essen, zu kochen, zu schlafen, aber immer einsatzbereit zu sein.

Schnelle Reaktion: Rasch wurde die Leitung von der Zisterne zum Brandort bei der Biogasanlage aufgebaut. Die Jugendlichen aus Hohentengen und Dettighofen hatten Gelegenheit, ihr Können zu erproben und zu zeigen. Bilder: Sabine Gems-Thoma
Schnelle Reaktion: Rasch wurde die Leitung von der Zisterne zum Brandort bei der Biogasanlage aufgebaut. Die Jugendlichen aus Hohentengen und Dettighofen hatten Gelegenheit, ihr Können zu erproben und zu zeigen. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Es galt, einen Baum von der Straße zu entfernen, eine „Person“ aus einem Auto zu befreien und den Umgang mit Spreizer und Rettungsschere zu zeigen. Wie geht man bei einer Personensuche vor? Dies war eine weitere Aufgabe. Mit dem Feuerwehrboot ging es zur Seenotrettung auf den Rhein.

Die Nacht war kurz, schon um 6 Uhr morgens gab es einen Brandmeldealarm bei der Firma Günthart, der quittiert werden musste, danach ein gutes Frühstück.

Unklare Rauchentwicklung in Stetten und ein Mülltonnenbrand bei der Schule hielten in Atem, dann ein „Großbrand“ bei der Biogasanlage der Familie Boller. Hier hatten die Jugendleiter ein großes Feuer vorbereitet, das es zu löschen galt.

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Kaum mit dem Feuerwehrfahrzeug angekommen, hatten die Jugendlichen bereits die erste Wasserleitung vom Fahrzeug zur Brandstelle in Betrieb. Weitere Einsatzkräfte waren mit dem Aufbau einer Leitung von der großen Zisterne beschäftigt. Aus drei Rohren wurde der Brand schließlich rasch gelöscht.

Zufriedener Jugendleiter

Tobias Sauerbeck war mit dem Ablauf zufrieden: „Alle sind sehr engagiert und sehr daran interessiert, wie das Leben und Wirken eines Berufsfeuerwehrmannes aussieht. Das wollten wir Ausbilder vermitteln und natürlich zusammen viel Spaß haben.

Und solche Anlässe tragen zur Stärkung der Kameradschaft bei.“ Die wird zwischen den Dettighofener und Hohentengener Jugendfeuerwehrleuten auch bei Gemeinschaftsproben und dem Raumschaftszeltlager gepflegt. „Der Berufsfeuerwehrtag war auf jeden Fall für alle ein tolles und anstrengendes Erlebnis“, lautete Sauerbecks Fazit.