Die Gemeinde Dettighofen schafft in Baltersweil im Gewann Bünden ein neues kleines Baugebiet, mit dessen Planung sich der Gemeinderat befasste. Bürgermeisterin Marion Frei erläuterte, dass es nach „Bünden III“ keine weiteren neuen Baugrundstücke in Dettighofen geben würde.

Nun gelte es, die Verantwortung gemeinsam zu tragen, denn man könne mit dem vorhandenen Land nicht mehr so großzügig umgehen, wie man das früher gewohnt war. Flächen müssten so sparsam wie möglich verbraucht werden, und der Trend gehe zu immer kleineren Grundstücken. Ein Bauplatz mit 280 m2 sei heutzutage durchaus denkbar.

Auch wisse sie von Interessenten, die mit kleineren Flächen zurechtkommen würden. Vom Planungsbüro Geoplan war ein Konzept mit acht Einheiten vorgelegt worden und Frei hatte gebeten, zum Vergleich noch eine Variante mit sechs etwas größeren Grundstücken zu erarbeiten. Till Fleischer vom Planungsbüro stellte den Räten die beiden Möglichkeiten vor und erklärte, dass mit der Option von acht Baugrundstücken eine möglichst wirtschaftliche Erschließung geschaffen werden solle.

Bei der Zufahrt zum Baugebiet gebe es ein Nadelöhr, das einen etwas breiteren Ausbau der Straße erfordere. Ein regelkonformer Wendehammer im hinteren Bereich des Gebietes würde einen Bauplatz kosten. Deshalb habe man darauf verzichtet. Dies bedeute aber, dass ein Müllfahrzeug nicht bis zu den hinteren Grundstücken durchfahren könne. Die Hausbesitzer müssten ihre Mülltonnen zur Entleerung selbst in den vorderen Straßenbereich bringen.

Die durchschnittliche Bauplatzgröße bei dieser Planung beliefe sich auf 475 m2, die kleinste Parzelle hätte 453 m2. Laut Berechnung des Planungsbüros ergibt diese Lösung eine Bruttodichte von 56 Personen pro Hektar. Der Orientierungswert der heutigen Städteplanung liegt bei 50 Personen pro Hektar.

Die alternative Variante mit sechs Grundstücken würde eine durchschnittliche Grundstücksgröße von 641 m2, aber auch Mehrkosten bei der Erschließung von 30 000 ergeben. Die Berechnung der Bruttodichte weist nur 42 Personen pro Hektar aus. Die beiden Vorschläge wurden im Gremium ausgiebig diskutiert. Mehrheitlich war man sich einig, dass die Lösung mit acht kleineren Bauplätzen optimal und zeitgemäß sei. Mit acht Ja-Stimmen, einer Gegenstimme und einer Enthaltung wurde die Weiterführung des Planverfahrens mit acht Parzellen beschlossen.